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Robbert Wijsmüller (Batavia[1], 23. Juli1940 – Den Haag, 4. September2001) war Filmverleiher (auch Koproduzent). Er war der Gründer der niederländischen Vertriebs- und Produktionsfirma Concorde-Film.
Wijsmuller studierte in Neuchâtel und arbeitete danach bei Haghe Film (Untertitel) und beim Filmverleih Centra in Scheveningen. 1972 gründete er sein eigenes Unternehmen.[1] Er arbeitete unter anderem mit Roman Polanski, Claude Berric, Sean Connery und Pim de la Parra.
Concorde Film wurde zu einem international agierenden, unabhängigen Filmverleih. Es besaß die niederländischen Kinorechte von rund 150 Filmen, wie zum Beispiel evita, Les Uns et les Autres, Pulp Fiction und Donnie Brasco, aber auch aus dem Pornofilm Deepthroating[2]
1990 wurde die Kende Niederländischer Kinoverband nach Wijsmüller de Silberrose "wegen seiner großen Verdienste für die Filmkultur im Allgemeinen und für den niederländischen Film im Besonderen". Der damals 50-jährige Wijsmüller war stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft und der jüngste Preisträger.[3]
1997 erhielt Wijsmüller den Goldenes Kalb.
Ganz unumstritten war Wijsmuller jedoch nicht. In der Welt der niederländischen Filmproduzenten und Verleiher wäre er als „Lebemann“ bezeichnet worden (Artikel von Theo van Gogh).[4]
In den 1990er Jahren geriet Concorde Film in finanzielle Schwierigkeiten. Nach wiederholten Verschiebungen gingen im Mai 1998 zwei Concorde BVs in Konkurs, was auch für Robbert Wijsmüller große Folgen hatte. Die Gesamtschuld hätte mehr als zwanzig Millionen Gulden betragen. Die Insolvenz wurde erst 2018 abgeschlossen, Schuld daran war vor allem Insolvenzverwalter Udink (u.a. Insolvenzverwalterin Patty Brard).
Wijsmuller starb im Alter von 61 Jahren in einem Krankenhaus in Den Haag. Seine Tochter Leonore versuchte 2001, einen Dokumentarfilm über ihren Vater zu drehen. Diese wurde 2011 fertiggestellt und am 4. September, seinem Todestag, privat gezeigt. Im selben Monat beim Filmfestival in Utrecht im geschlossenen Kreis.
Externer Link
- Die Zeiten ändern sich (nicht…), Website für einen Dokumentarfilm über Robbert Wijsmuller
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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