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Robert C. Christopher (1924 - 1992) war Journalist und Herausgeber der Zeitschrift Nachrichtenwoche. Er veröffentlichte 1983 Der japanische Geist: Der Goliath erklärt.[1] Darin beschreibt er die japanisch Gesellschaft vor und nach Zweiter Weltkrieg und aus diesem Kontext versucht er den japanischen wirtschaftlichen Erfolg der 1970er und frühen 1980er Jahre zu erklären. Er geht auch tiefer in die Funktionsweise der Gesellschaft ein und versucht japanische - westliche - Vorurteile zu widerlegen. Dies geschieht anhand von Gesprächen und Interviews, die er mit Geschäftsleuten und Staatsmännern von japanischer und amerikanischer Seite geführt hat.
Wirtschaft
Nach Christopher lässt sich der wirtschaftliche Erfolg Japans durch die traditionelle Gesellschaft erklären; Im Gegensatz zu Amerikanern konzentrieren sich Japaner daher mehr auf ihren gesunden Menschenverstand als auf Individualismus. Als Beispiel nennt er die japanische Art, Geschäfte zu machen. Sollte beispielsweise ein nicht-japanisches Unternehmen in der Lage sein, eine bestimmte Vereinbarung mit einem japanischen Unternehmen zu treffen, wird dieser Vorschlag vor der Zustimmung gründlich mit den anderen Mitgliedern des Unternehmens geprüft. Oft dauern diese Entscheidungen sehr lange und sorgen bei westlichen Geschäftsleuten für Irritationen.
Dies ist nicht nur die Arbeitsweise japanischer Unternehmen, sondern auch der japanischen Regierung. Von den Regierungen unter Richard Nixon, Jimmy Carter und Ronald Reagan Dies hat zu vielen Missverständnissen geführt. Zu den Dingen, die Amerika auf japanischer Seite arrangiert sehen möchte, gehörten die Lösung des Handelsdefizits, mehr Aufmerksamkeit für die inländische Situation und ein offenerer Markt für ausländische Produkte, aber weil Amerika damals eine ungeduldige Haltung einnahm, waren diese Versuche nicht erfolgreich .
Der Vorteil dieses Gemeinschaftsgefühls oder Kollektivismus besteht darin, dass man die eigene japanische Identität behält und gleichzeitig neuen radikalen Veränderungen standhalten kann. In Japan zum Beispiel herrscht immer noch großer Respekt vor älteren Menschen, Lehrern und anderen hochrangigen Menschen. In seinem Buch macht er die Vorhersage, dass diese Gesellschaft in 2050 wird trotz des modernen Wohlstands/der modernen Wirtschaft weiterhin traditionelle Merkmale aufweisen.
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |