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Samtgemeinde Lathen
Lathen
Samtgemeinde in DeutschlandFlagge von Deutschland
Wappen von Lathen
Samtgemeinde Lathen (Niedersachsen)
Samtgemeinde Lathen
Ort
ZustandNiedersachsen
LandbezirkEmsland
Koordinaten52° 52′ N, 7° 19′ O
Allgemeines
Oberfläche165,65 km²
Einwohner(30-12-2010)11,103
(67 Einwohner/km²)
HauptstadtLathen
BürgermeisterKarl-Heinz Weber
Andere
NummernschildEL
administrativ6 Gemeinden
Ratssitze Council26 Sitze 1 für den gewählten Bürgermeister
Gemeindenummer03 4 54 5404
Webseitelathen.de
Detailkarte
Samtgemeinde Lathen im Landkreis Emsland
Lage der Gemeinde im Kreis
Portal  Portalsymbol  Deutschland

Das Samtgemeinde Lathen ist eine Partnerschaft im Landkreis Emsland im Staat Niedersachsen. Die Orte liegen alle nahe der niederländischen Grenze.

Teilnehmende Gemeinden

Das samtgemeinde Lathen besteht aus sechs teilnehmenden Gemeinden (Mitgliedsgemeinden):

S-G Lathen.png

  1. Fresenburg (910) mit Düthe und Melstrup
  2. Lathen (6581; Hauptstadt, Sitz des Vorstandes der Samtgemeinde); einschließlich der Dörfer und Weiler Kathen-Frackel (2 km SW), Hilter (4,5 km SW), Kathen-Siedlung (4 km SO), Dünefehn und Lathen-Wahn (3 km O).
  3. Niederlangen (1.257)
  4. Oberlangen (962)
  5. Renkenberge (686)
  6. Sustrum (1.349) mit Neu Sustrum und Sustrumer Moor

In der obigen Liste entsprechen die Nummern denen auf der entsprechenden Karte.

Die Zahl in Klammern ist die Einwohnerzahl jeder Teilgemeinde per 31. Dezember 2018. Die Samtgemeinde hatte zu diesem Zeitpunkt insgesamt 11.745 Einwohner.

Geographie, Verkehr, Transport

Die Gemeinde Lathen besteht aus einer Uferlandschaft beiderseits des ems, wo sich die ältesten Dörfer befinden, und im Westen eine Torflandschaft mit jungen Dörfern (Torfkolonien), im Norden grenzt die Samtgemeinde Lathen an die Samtgemeinde Dorf, im Osten an der Samtgemeinde Sögel, im Süden zur Stadt Haar und im Sustrumer Moor im Westen beim Weiler Wessingtange in der niederländischen Gemeinde Westerwolde.

Fresenburg mit den Weilern Düthe und Waterloh ist zu einer Insel geworden; westlich dieser Dörfer fließt die Ems in großen Serpentinen; Östlich davon ist ein Kanal, durch den die Schifffahrt diese Kurven schneiden kann. Es gibt jedoch einige Brücken über den Kanal, die auch für Autos geeignet sind. Der Kanal gilt offiziell als Teil der Dortmund-Ems-Kanal. Im Ort gibt es an diesem Kanal einen kleinen Binnenhafen. An der Ems befindet sich ein kleiner Yachthafen, die Gemeinde ist über die deutsche Autobahn zu erreichen A31, Ausfahrt 18 ca. 9 Kilometer westlich von Lathen.

Lathen hat einen Bahnhof an der Strecke von Emden zu Münster. Dort halten nur Nahverkehrszüge. In Lathen beginnt auch eine Güterbahn über Sögel zu Werlte (Emsland). Im Sommer und am Wochenende werden auf dieser Strecke gelegentlich touristische Fahrten mit historischen Dampfzügen und ähnlichem gefahren.

Wirtschaft

Die gesamte Gemeinde ist von Ackerland geprägt; Die Landwirtschaft mit einigen verwandten Handwerksbetrieben ist die wichtigste Säule der Wirtschaft in dieser Gemeinde.

Geschichte

Lathen wird 854 erstmals urkundlich als „Lodon“ erwähnt und war schon seit einiger Zeit ein nicht unwichtiges Dorf. An oder in der Nähe des späteren Löthens bei Fredenburg stand ein alterSächsisch oder FriesischDing Ort, wo so unter freiem Himmel Gerechtigkeit gesprochen wurde 13. Jahrhundert das Gebiet war umstritten zwischen den Landkreis Tecklenburg und der Landkreis Ravensberg ; deshalb gab es zum Beispiel in Löthen bei Fresenburg für kurze Zeit ein Schloss. Seine Schlosskapelle existiert noch. Von 1252 bis um 1803 die heutige Gemeinde war Teil der Nedersticht der Fürstbistum MünsterDas Dorf Langen war ab dem 11. oder 12. Jahrhundert der älteste Wohnsitz einer Adelsfamilie (heute in gerader Linie ausgestorben). von Langen, zu deren Nachkommen gehören Burgmannen waren in Haselünne, bramsche und zahlreiche weitere Städte des Fürstbistums Münster. Dieses von Langens hatten Schafscheren im Familienwappen. Im 18. und 19. Jahrhundert entstanden die neueren Dörfer: Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Torf und dem größeren Bedarf an landwirtschaftlichen Flächen wurde in Norddeutschland sowie in den nördlichen Niederlanden in großem Umfang Hochmoor ausgegraben. Die Talböden, die sich unter der Torfschicht befanden, konnten unter anderem wegen der Dünger war inzwischen erfunden worden, um als Ackerland genutzt zu werden. Der Torfabbau dauerte in Deutschland länger als in den Niederlanden, hier und da wird noch Torf abgebaut.In 1942 es war zwischen Lathen und Sögel gelegener Weiler wahn abgerissen (er musste 1939 einem Schießplatz der Wehrmacht) und teilweise auch Rastdorfteilweise am jetzigen Standort umgebaut.

Nazi-Lager (Emslandlager)

In dem Zweiter Weltkrieg es gab einige der fünfzehn berüchtigten Emslandlager gelegen. Diese waren im Drittes Reich Lager, wo Zwangsarbeiter wurden unter oft unmenschlichen Bedingungen und unter dem Kommando von manchmal außergewöhnlich grausamen Wärtern eingesetzt und hatten daher manchmal den Charakter von Konzentrationslager erhalten.Siehe:

  • Lager Nr. 5: Lager Neusustrum, hier mussten die Zwangsarbeiter ein Landhaus bauen und einen Park mit Teich anlegen; der Teich ist erhalten geblieben.
  • Lager Nr. 6: Lager Oberlangen

Das Vorherige Camp Esterwegen, die in der aktuellen ist Samtgemeinde Nordhümmling ist die zentrale Gedenkstätte für alle 15 Emslandlager. Dort befindet sich auch ein Besucherzentrum.

Transrapid-Teststrecke

Lathen ist bekannt für die ehemalige Teststrecke der Magnetschwebebahntransrapid im Dorf. Pläne, die durchschnittlich 5 Meter aus dem Boden ragende Teststrecke komplett zu entfernen oder die Anlage anderweitig zu nutzen, scheiterten stets an finanziellen oder ökologischen Einwänden (bis Ende 2019).

Auf 22. September2006 wurden bei einer Probefahrt bei Melstrup, 3 km nördlich des Dorfes Lathen, 23 Tote und 10 Schwerverletzte, als die Schwebebahn (mit 29 Insassen) mit einer Geschwindigkeit von über 200 km/h mit einem stehenden Servicewagen kollidierte die zwei Personen gefunden haben. Der Unfall geschah durch menschliches Versagen; ob sich der Servicewagen noch auf der Strecke befand, hatte die Leitwarte nicht festgestellt. Die beiden Arbeiter im Servicewagen konnten sich durch einen Sprung gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen und landeten mehr als vier Meter tiefer auf dem Boden.

Sehenswürdigkeiten, Tourismus

  • Vier Kilometer südlich von Lathen, östlich des Weilers Hilte, befindet sich ein in 1818 Windmühle gebaut.
  • Auf der Güterstrecke Werlte-Sögel-Lathen v.v. werden im Sommer und am Wochenende gelegentlich touristische Fahrten mit historischen Dampfzügen u.
  • Lathen ist Knotenpunkt mehrerer Radfernwege.
  • Die schöne, teils aus dem 13. Jahrhundert, teils aus dem 16. Jahrhundert stammende römisch-katholische St.-Veits-Kirche mitten in Lathen ist fast ausschließlich für Gottesdienste und Gebete zugänglich.

Besondere Personen mit Bezug zur Gemeinde

  • Erna de Vries (*1923), deutsch-jüdischer Überlebender[1] des Holocaust, wohnhaft in Lathen seit 1947, Ehrenbürger der Gemeinde; Der Platz vor dem Rathaus von Lathen ist nach ihr benannt

Bilder