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Simon II von Pape (Oudenaarde, 18. März 1623 - 13. Januar 1677), Sohn von Simon I. de Pape und Kathelijne de Spiero, war ein flämischer Maler und Goldschmied.
Familie de Pape in Oudenaarde
Seine Eltern heirateten am 16. September 1605 in Oudenaarde. Simon II. wurde in eine Künstlerfamilie hineingeboren und wurde als Maler, Dekorateur und Goldschmied bekannt. Sein Vater war nicht nur Goldschmied und Maler, sondern auch Baumeister. Simon I de Pape war Mitgestalter einiger der wichtigsten historischen Gebäude in Oudenaarde. Zwischen 1615 und 1627 kümmerte er sich um die neue Turmspitze der Kirche St. Walburga. Unter seiner Mitwirkung wurde zwischen 1623-1633 auch das Bischofsviertel als Teil des Onze-Lieve-Vrouw-Krankenhauses errichtet. Er half auch beim Umbau des Rathauses mit Simon II. hatte einen 16 Jahre älteren Bruder brother Joos de Pape (geb. 11. Februar 1607), der wie sein Vater ein sehr guter Maler und Zeichner war.
Simon II de Pape und seine Familie
Simon II de Pape hatte als Maler, Dekorateur und Silberschmied einen wunderbaren, sehr abwechslungsreichen künstlerischen Werdegang. Er heiratete Florence Francisca Behaghele (°1. November 1627) am 26. November 1653 in Oudenaarde. Sie hatten viele Kinder, darunter Gillis I. de Pape (°1654), Judocus de Pape (°1658), der 1687 im Alter von 29 Jahren als Gold- und Silberschmied in Gent starb, und Simon III. de Pape (°1663). , der als Maler im Alter von 21 Jahren mit seinem Großonkel Philippe Behaghele nach Beauvais zog, wo er 1751 im Alter von 88 Jahren starb.
Maler Simon II de Pape
Obwohl er zu Lebzeiten großes Interesse genoss, geschätzt wurde und in seiner Stadt und Region verschiedene Aufgaben erhielt, geriet Simon II. später in völlige Vergessenheit. In seiner eigenen Stadt wurde er sogar mit seinem Vater verwechselt. Er war in Kunstpublikationen völlig unbekannt, bis Van Cauwenberghe seinen Namen 1844 und später 1862 erwähnte. 1845 forschte auch Désiré van der Meersch zu Leben und Werk Simons II. und seines Vaters Simon I., beide wurden 1876 von A. Siret in der Biographie nationale erwähnt. Simon II de Pape war nicht nur ein Meisterdekorateur, sondern auch ein begabter Porträtmaler; Davon zeugt sein Selbstbildnis. In mehreren Werken soll er sich selbst und andere Familienmitglieder porträtiert haben. Er malte eine Reihe schöner und großer Gemälde im Stil von Rubens, darunter die Kreuzabnahme in der Sint-Pieterskerk in Tielt und die in der Sint-Walburgakerk in Oudenaarde. Zu seinen weiteren Werken zählen das "Triptychon der Bruderschaft der Heiligen Dreifaltigkeit" in derselben Sint-Walburga-Kirche und die "Anbetung der Hirten in Bethlehem" in der Kirche von Nederename.

Der heilige Martin teilt seinen Mantel (Detail) (Volkegem)

Abstieg vom Kreuz (Oudenaarde)

Kreuzigung (Detail)

Anbetung der Hirten (Nederename)

Erlösung christlicher Sklaven (Oudenaarde) (zu De Pape zugeschrieben)
Literaturverzeichnis
- E. VAN CAUWENBERGHE, Une palme aux hommes qui illustrent le lieu de ma naissance, 1844 (Gent?)
- E. VAN CAUWENBERGHE, Les De Pape, ou une famille d' Artistes à Audenarde au XVIIIème siècle, Gent, 1862
- Wunsch VAN DER MEERSCH, Notiz von Gaspar Heuvic, Jean Snellinck und Simon de Pape, Gent, 1845
- E. VANDERMEERSCH LANMETER, Künstlerfamilien von Oudenaarde, Oudenaarde, 2001, S. 35-52 (Simon I. de Pape) und S. 69-96 (Simon II. de Pape)
- A. SIRET, Simon De Pape 1623-1677, in: Biography nationale, Bd. V, 1876, col. 618-619 und Simon De Pape (Egide-Simon) le vieux, in: Biography nationale, 1876, col. 611
- Patrick L. E. DEROOVER, De Pape 12. – 21. Jahrhundert, Eigenverlag, 2005
- Marnik BRAET und Berenice VANRENTERGHEM, Simon II de Pape, Maler der Kreuzabnahme in der Peterskirche in Tielt, im Magazin: De Roede van Tielt, jrg. 2015, Nr. 4