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Sits
Beispiel für Chintz aus Indien (um 1720)

sitzen ist ein handbemalter Stoff.

Diese Art Baumwolle wurde aus dem siebzehntes Jahrhundert importiert aus Ostindien (heute Indien). Der aufwendige, teure Chintz hatte alle möglichen Anwendungen. Es wurde unter anderem in Rock und Jacke friesischer Trachten verwendet, aber auch in der Tracht von Marken[1] und in Spakenburg.

Der feine, geschmeidige Chintz war nicht nur schön, sondern auch sehr praktisch. Farbige Chintz-Kostümteile können gewaschen werden. Ein schnelles Verblassen des Musters wie bei bedrucktem Leinen war nicht zu befürchten. Der Stoff entwickelte sich zu einem Modeartikel. Es wurde nicht nur in regionalen Trachten und vom Bürgertum getragen. Es wurde auch in den Innenräumen von Häusern verwendet. Und so kam es dass der Niederländische Ostindische Gesellschaft ein reger Handel mit Chintz. Allerdings war die Nachfrage danach größer als das Angebot aus dem Osten. Um dennoch liefern zu können, wurden auch in Europa Chintz-Drucker etabliert. Zunächst in tiefster Geheimhaltung.[Quelle?] Der erste Chintz-Drucker in Europa wurde in . gegründet Amersfoort. Im 17. Jahrhundert gab es in Amsterdam mehr als 30 Chintz-Drucker.[1]

Kassakintjen aus der Sammlung der Zuiderzeemuseum

Während der Goldenes Zeitalter exotischer und blumenbemalter Chintz war noch dem wohlhabenden Bürgertum vorbehalten. Er ließ unter anderem japanische Röcke und Damenjacken daraus fertigen. Passen Sie in die Achtzehntes Jahrhundert chintz wurde für jedermann zugänglich. Besonders beliebt war das Material in den nördlichen Küstenregionen und entlang der Zuiderzee. Um 1770 stand Chintz in vielen Qualitäten zum Verkauf; vom echten bemalten Chintz aus dem Osten bis hin zu Baumwolle, die in Europa gedruckt wurde und viel billiger war. Bis zum Ende des Jahrhunderts war der Stoff alltäglich geworden. Die bunte Baumwolle fiel sogar in Ungnade, weil die neue Mode Einfachheit und weiße Stoffe diktierte. Nur in der regionalen Tracht konnte sich der Chintz behaupten, wie in der Sonntagsmode für Damen von Hindeloopen. Zu festlichen Anlässen trug die Frau eine kurze Jacke, „die Kasse“, oder einen enganliegenden langen Umhang, den „gingke'. Beide sind fast immer aus Chintz aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Für festliche Anlässe kann die Farbe Rot oder Grün sein. Aber für das Brautkleid war der Chintz weiß mit roten Blumenranken. Diese Substanz wurde dann „Milch und Blut“ genannt. Zur Trauer wurde ein Chintz verwendet, der blaue Blüten auf weißem Hintergrund hatte. In Bunschoten-Spakenburg werden noch Chintzmotive gemalt.