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NV Schmalspur-Schwalmen (SSS), oder N.V. Smalspoorweg-Maatschappij Swalmen war auch eine firma Schlucken die Ton aus den Steinbrüchen im Brüggener Wald zu den sieben noch vorhandenen Ziegelwerken in Swalmen (Terstappen, Benders, Noten, Hermans, De Dobbelaer, Hendrikx und Schouenberg) transportierten.
Geschichte
Die niederländisch-preußische (später: deutsche) Grenze war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch eine kleine formale Angelegenheit. Die Einwohner von Schlucken, Mitgebracht und Brüggen besaß dort gemeinsames Land. Mitte des 19. Jahrhunderts kam es zu Konflikten, die mit einem Vertrag endeten, in dem ein Teil des deutschen Territoriums (174 ha) im Besitz der Swalmenaren blieb. Hier, im Brüggener Wald, befanden sich mehrere Tonsteinbrüche, die von den Swalmener Dachziegelwerken genutzt wurden.
Der Ton für die -ursprünglich zehn- Fabriken wurde mit Pferdefuhrwerken angeliefert, doch 1910 beschlossen die -verbleibenden sieben- Fabrikanten, eine gemeinsame Schmalspurbahn zu bauen. Zu diesem Zweck wurde eine NV gegründet, an der die beteiligten Hersteller beteiligt waren. Die Schmalspurbahn mit einer Länge von 4 Kilometern verlief über den Vorplatz von Swalmen . Station. Die Kippkarren wurden von einem Pferd gezogen. Erst 1927 wurde eine Diesellokomotive(n) angeschafft.
Inzwischen wurde die Keramikindustrie etwas modernisiert. Terstappen kaufte 1921 eine Ringofen Auf. 1925 fusionierten Schouenberg und Hermans zu United Swalmer Dachziegelfabriken, im Volksmund Der Partner erwähnt. Auch De Dobbelaer trat 1926 bei.
De Vennoot ging 1936 bankrott und die Benders-Fabrik wurde 1940 abgerissen. Die NV wurde 1940 aufgelöst, aber die Züge fuhren weiter, hauptsächlich nach Terstappen, das weit im Osten lag. Kurz nach 1951 wurde der Schmalspurabschnitt im Schwalmenbecken aufgebrochen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die verbleibenden drei Fabriken gemeinsam als NV Kleiwarenindustrie Swalmen. Ton wurde nun hauptsächlich von Firmen bezogen, die sich auf den Tonbergbau spezialisiert hatten. Der Ton für blaue Dachziegel wurde jedoch noch aus unserem eigenen Steinbruch gewonnen, nämlich Ulegaten. Dieser Ton wurde noch mit Schmalspurbahnen transportiert, bis die blauen Dachziegel weniger populär wurden. 1961 wurde die Traktion entzogen und die Lokomotive an die deutsche Firma verkauft, nämlich Torfwerk Dalum. Auch das auf deutschem Gebiet liegende Grundstück wurde verkauft. Die Keramikindustrie verschwand vollständig aus Swalmen.