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Smart-Glas (Smart Glass) oder schaltbares Glas (Glaswechsel) ist Glas von denen die Transparenz ändert sich je nach elektrische Spannung über dem Glas stehen. Dieses Glas kann bei Bedarf für Privatsphäre oder Verdunkelung sorgen. Lässt das Glas kein Licht durch, kann es als Projektionsfläche dienen.
Der Grad der Transparenz hängt von der Spannung über das Glas ab. Es gibt auch Datengläser, bei denen die Transparenz für Wärmestrahlung variiert werden kann.
Struktur des Glases
Flüssigkristallglas
Diese Kombination von Gläsern ist Verbundglas. Es hat mindestens zwei durchscheinende oder farbige Gläser mit einer Schicht aus Flüssigkristalle. Diese Kristallschicht wird von zwei Kunststoffschichten (Polymerdispergierter Flüssigkristall, PDLC). Wenn diese Gläser "aus" sind und daher keine Spannung auf das Glas ausgeübt wird, ist das Fenster undurchsichtig. Wenn auf das Glas Zug ausgeübt wird, ändert das Glas sofort seinen Zustand und wird durchscheinend. Der Hauptnachteil dieser Fensterzusammensetzung besteht darin, dass eine ständige Spannung erforderlich ist, um das Glas transparent zu halten. Daher ist es schwierig, mit diesem Glas Energie zu sparen.
Eine weitere Variante von Flüssigkristallglas ist DC: transparenter Flüssigkristall. Diese Fenster sind in jedem Zustand transparent, schalten schnell und sind in mehreren Farben erhältlich.
Elektrochrom
Dieses Glas besteht aus zwei Gläsern. Auf diesem Glas werden verschiedene Schichten leitfähigen Materials aufgedampft. Durch eine Ionenbewegung verändert sich die Transparenz dieses Materials und damit des Glases, das Glas ist im Ruhezustand durchscheinend und kann durch Anlegen einer Spannung am Glas aktiviert werden. Es genügt, die Spannung einmal aufzubringen, damit sich der Zustand des Glases ändert. Sie verbraucht weniger Energie als die beiden anderen Brillenarten. Nachteilig ist jedoch, dass diese Technik nicht bistabil ist und das Glas nach und nach wieder transparent wird. Es muss also immer wieder Spannung anliegen, um das Glas dunkel zu halten. Weitere Nachteile sind der langsame Betrieb (bis fast 4 Minuten in einem Boeing Dreamliner), der proportional zur Größe ist, die grüne oder blaue Verfärbung (aufgrund der in den aufgedampften Schichten verwendeten Metalloxide) und dass die Verfärbung nicht homogen: die Verfärbung erfolgt von links nach rechts oder von oben nach unten, aber nicht überall gleichzeitig.
SPD (Partikelgerät)
Diese Zusammensetzung verwendet zwei Gläser mit einer leitfähigen Substanz dazwischen, ähnlich wie bei PDLC. Diese leitfähige Substanz enthält mikroskopisch kleine Partikel, die Licht absorbieren. Liegt keine Spannung am Glas an, absorbiert das Glas das Licht und wird dadurch dunkel. Auch hier ist eine konstante Spannung erforderlich, um das Glas transluzent zu halten. Diese Zusammensetzung bietet keine vollständige Verdunkelung und ist daher nicht für eine vollständige Privatsphäre geeignet. Die SPD-Technologie hat zudem den Nachteil einer starken Blauverfärbung.
Elektrophorese
Elektrophoretisches Glas verwendet die gleiche Basis wie E-Reader: Nanopartikel, die in einer Flüssigkeit gelöst sind. Durch Anlegen einer Spannung an eine Seite des Glases (Elektrode) werden die Nanopartikel von dieser Elektrode angezogen. Dies senkt die Konzentration von Nanopartikeln in der Flüssigkeit und erhöht die Transparenz. Durch Verringern oder Lösen der Spannung kehren die Partikel in ihren ursprünglichen Zustand zurück und das Fenster wird wieder dunkel. Diese Technologie sorgt wie TLC für einen neutralen Farbton und eine relativ schnelle Schaltzeit.