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Soziographie ist ein starker beschreibend Disziplin innerhalb der Sozialwissenschaften.
Der niederländische Professor Sebald Rudolf Steinmetz, der als Begründer und (zu Recht oder zu Unrecht) Namensgeber der Soziographie gilt, bezeichnete sie als „Studium der Völker und ihrer Teile in ihrer Vielfalt“.
Ihre Blütezeit erlebte die Disziplin in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ab den 1950er Jahren wurde es zunehmend durch quantitativere geographische Methoden aus den USA verdrängt.
Der Hauptvertreter der Soziographie in den Niederlanden war Willem Frederik Wertheim, Professor an der Universität Amsterdam von 1947 bis 1972. Sein Nachfolger und Namensgeber Willem Frederik Heinemeijer verteidigte in seiner Abschiedsrede 1986 die soziographische Tradition, doch der Begriff wird heute nur noch selten gehört.
Dennoch ist die soziographische Tradition in der Forschungspraxis der Sozialgeographen in Amsterdam noch spürbar. Qualitative Methoden und ein unausgeprägter räumlicher Umgang mit gesellschaftlichen Fragestellungen dominieren.
Siehe auch
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |