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EIN Sportfonds-Pool ist ein Schwimmbad deren Bau durch einen Eigenkapitalfonds finanziert wird. Die Fonds wurden durch die Ausgabe von Aktien nach einem Sparsystem gefüllt. Dadurch war es möglich, ein privates Hallenbad einzurichten.
Sparfonds
Bade- und Schwimmanlagen waren Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Vormarsch, auch aufgrund des zunehmenden Bewusstseins, dass eine gute Körperpflege der Gesundheit zuträglicher ist. Amsterdam ist eingestiegen 1896 sein erstes Hallenbad, das Heiligewegbad. 1920 wurde J.A.C. Bierenbroodspot und Eddie van Es vom Amsterdamer Schwimmclub Sie Initiativen zur Einrichtung eines privaten Hallenbades.[1] Der Grund lag in einem Streit mit dem Leiter des Zuiderbads über die Zeiten, in denen das Becken für Wasserballspiele genutzt werden konnte.[2] Ein Antrag auf ein neues Schwimmbad bei der Gemeinde und die Ausgabe von Aktien scheiterten. Am 14. Juni 1923 wurden Sparer für einen Fonds, die sogenannten Sparkassen, die N.V. „De Sport-Fondsen“, angeworben. Dort konnten Interessenten ihre Ersparnisse parken. Bierenbroodspot wurde Direktor der NV. Ziel war es, 1000 Sparaktien zu je 360 Fl. zu platzieren. Innerhalb von sechs Monaten wurden Hunderte von Aktien bei Y-Mitgliedern und Anwohnern platziert.[3] Es bedeutete, dass man für eine Aktie sparen konnte. Als genug gespart war, wurde die Regierung gebeten, einer Bank eine Bürgschaft zu stellen. 1927 waren 100.000 NLG gespart worden, woraufhin die Stadt Amsterdam bereit war, eine Bürgschaft für ein Darlehen von 260.000 NLG von der Nationale Versicherungsbank. Diese Bank war der größte Anbieter von Sozialversicherungen. Neben der Bürgschaft stellte die Gemeinde auch das Gelände zur Verfügung. Das erste Sportfondsenbad war im Kesselhaus der Oostergasfabriek in Amsterdam-Ost untergebracht und existiert noch heute. Die Gründungskosten betrugen fl. 539.000,-.[4]
Andere Städte
Auch in anderen Städten wurden Spargewächshäuser errichtet. Dafür haben die Sparaktionäre jedes Jahr einen Betrag hinterlegt. Diese Mittel wurden in die N.V. "de Vereenigde Sportfondsen-Baden" investiert. Im Gegenzug gab es eine bescheidene Zinszahlung sowie eine Ermäßigung des Eintrittspreises und spezielle Schwimmzeiten für Sparer. Nach einer festgelegten Anzahl von Jahren wurde der Inhalt des Sparkontos unter den Teilnehmern verteilt. 1962 wurde eine 3,5%-Anleihe von 3 Millionen Gulden begeben. Damit war den Menschen mit ihren verbleibenden Sparanteilen ein angemessener Zinssatz gesichert.
Nach dem Sportfondsbad in Amsterdam Ost und Rotterdam Nord (in diesen Städten wurden mehrere Schwimmbäder gebaut) 1933 folgten Arnhem und Zwolle und dann Breda (1934), Schiedam (1934) und Maastricht (1934), Apeldoorn (1935), Eindhoven (1935), Haarlem (1935), Heerlen (1935), Venlo (1935), Delft (1936), Amersfoort (1937), Nijmegen (1937), Dordrecht (1938), Zaanland (1940), Wassenaar (1956), Wageningen (1957) und Beverwijk (1965).[5] Allerdings führten nicht alle Sparkonten zum Bau eines Schwimmbades. Ein bekannter Architekt von Sportfondspools war Wolter Bakker.
Sportfonds Niederlande
Die Ära der Sparer war nach dem Krieg fast vollständig vorbei, weil andere Formen der Kapitalvorsorge genutzt wurden. Sportfonds Nederland N.V. betreibt seit den 1960er Jahren Hunderte von verschiedenen Unterkünften in den Niederlanden. Der Fonds engagiert sich in verschiedenen Sport-, Freizeit- und Sozialeinrichtungen. Neben Sportstätten und Multifunktionszentren stehen Verwertung, Beratung und Ausbildung im Fokus.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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