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EIN Straßenkeller ist ein Keller, der sich unter dem Bürgersteig einer Straße befindet. Im Prinzip gehört es zu einem Haus, das durch eine Eingangstür im Keller den Zugang zum Straßenkeller ermöglicht. Um die Zirkulation von Luft und gelagerten Vorräten zu fördern, wurden üblicherweise Lüftungsgitter und/oder mit einer Luke oder Abdeckung versehene Zugänge in die Fahrbahn oder auf den Gehweg eingebaut.
Die Stadt, in der Straßenkeller während der altes Regime waren am präsentesten Antwerpen. In der Zeit um 1600-1650 müssen es vor allem in der alten Mauserstadt und auf Marktplätzen etwa 450 gewesen sein. Einige Brauereien in der 'Nieuwstad' in der Nähe des Brauerhauses hatten auch einen Straßenkeller. Andere Orte, an denen einige Straßenkeller dokumentiert wurden, jedoch in viel geringerem Umfang, sind Utrecht und Maaseik.
Dass Antwerpen über so viele Straßenkeller verfügte, hat nicht nur mit der enormen wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt zu tun, sondern möglicherweise auch damit, dass Herzog Johannes II. von Brabant 1311 schenkte er der Stadt gegen eine relativ geringe Gebühr das gesamte Land, das von Befestigungsanlagen umgeben war und das Land, das in Zukunft innerhalb der Befestigungsanlagen liegen würde. So hoffte er, dass Antwerpen, das als Grenzstadt des Heiligen Römischen Reiches und der Herzogtum Brabant, würde gut in Befestigungen investieren. Schließlich verfügte die Stadt auf diese Weise über beträchtliches Land, das sie monetarisieren konnte. Deshalb tauchen Straßenkeller wegen der auf sie erhobenen Steuern in den Archiven auf. Aber nicht alle Straßenkeller mussten Steuern zahlen. Manchmal förderte die Stadt den Bau einer neuen Straße, indem sie den Bootsbesitzern eine Befreiung von der Abgabe gewährte. u.a. Ausnahmen wurden für den Bau der neuen Börse in der Twaalfmaandenstraat und Borzestraat gewährt.
Verweise
- Ivan Derycke und Georges Troupin, "Straßenkeller in Antwerpen: ein Hindernis oder ein wichtiges architektonisches Erbe", in: Messages and Reports on the Antwerp Soil Research and Monument Care (BRABOM), Nr. 3, Antwerpen, 1999, S. 87-115.