WikiDer > Streitaxt

Strijdbijl
Mittelalterliche Streitaxt auch zum Einsatz Pferd, ca. 1475
Schweizer Gardist um 1850, mit Hellebarde

EIN Streitaxt ist ein Axt die für den Einsatz als Kampfwaffe, dies im Gegensatz zur Nutzaxt. Die Streitaxt hat ein geringeres Gewicht und die Klinge unterscheidet sich von der Gebrauchsaxt. Es ist flacher und meist halbmondförmig.

Ein Missverständnis ist, dass (manche) Streitäxte eine Doppelklinge haben. Das war nicht der Fall; eine Doppelklinge würde die Axt viel schwerer machen (und damit schwieriger zu handhaben), während sie einem Krieger nur einen sehr kleinen Vorteil verschaffen würde. Die einzigen verwendeten Doppeläxte waren zeremonielle Gegenstände, wie z labrys in dem minoische Kultur auf Kreta und einige Holzfäller. Als Material diente ursprünglich Stein, später Bronze und später Schmiedeeisen, dessen Rand mittels Kohlenstoff gehärtet wurde.

Streitäxte wurden bereits in der frühen klassischen Antike verwendet. Sie wurden häufig bei Ausgrabungen in Ägypten, China und im Nahen Osten gefunden. Die griechische schwere Infanterie benutzte schwere Einzeläxte. Auch die römische Armee kannte sie, ebenso wie die bewaffneten Truppen während der Große Migration und später die Wikinger.

Zwischen 1100 und 1400 schwand die Popularität des Kriegsbeils zugunsten des Schwert. Da sich die Krieger jedoch mit Rüstungen davor schützen konnten und Geschirre, wurde die Streitaxt in neuer Form wieder eingeführt. Wichtig war hier ein punktförmiger Vorsprung, mit dem das Metall durchstochen werden konnte. So entstand die Hellebarde. Eine ähnliche Entwicklung machte auch die Kampfhammer durch.

Mit der immer besser werdenden Artillerie, die im späten Mittelalter entwickelt wurde, endete die persönliche Rüstung und der Gebrauch von Rüstungen. Auch die Streitaxt wurde überflüssig.

Später die Nordamerikaner amerikanische Ureinwohner durch die Siedler Zugang zu Achsen, von denen die Tomahawk entwickelt wurde, auch eine Streitaxt.

Da die Streitaxt als ernstzunehmende Waffe obsolet geworden ist, erfüllt sie vor allem in Form der Hellebarde vor allem eine zeremonielle Funktion. Die Hellebarde gehört zur Ausrüstung des Schweizer, während bis in die 1960er Jahre ungefährliche Kupferproben verwendet wurden schweiz.