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Structuurvisie

Strukturelle Vision in den Niederlanden ist der Name eines offiziellen Dokuments in der Raumplanung. Es ist der Nachfolger des Strukturplan.

Geschichte

Strukturplan Zwolle (anno 1961)

Der Richtplan wurde 1956 mit der Raumordnungsgesetz (Artikel 7). In der Entwurfsphase des Gesetzes war das Instrument noch verpflichtend. Da sich jedoch als unrealistisch herausstellte, dass alle Kommunen dieser Verpflichtung in absehbarer Zeit nachkommen könnten, wurde dieses Instrument später optional. Viele Kommunen würden daher nie einen Strukturplan verabschieden, sondern sich mittelfristig für einen anderen inoffiziellen Plan entscheiden. Dafür wurden ähnliche Bezeichnungen verwendet, wie „Strukturskizze“ oder (der später offizielle Begriff) „Strukturvision“. Ein einmal erstellter Strukturplan hatte jedoch relativ große rechtliche Auswirkungen; noch mehr als die aktuelle strukturelle Vision.[1]

Im Zuge der Überarbeitung des Raumordnungsgesetzes (insbesondere zur Erhöhung der Klarheit des Gesetzes) wurde der fakultative Richtplan durch das verbindliche Richtbild ersetzt.

Inhalt und Status

Eine strukturelle Vision beschreibt die Vision der Raumpolitik für die gesamte Gemeinde, Provinz oder einen anderen Verwaltungsbereich. Darin teilt die zuständige Behörde beispielsweise mit, wo gebaut werden darf, wo die Natur geschützt wird und wo die Wirtschaftsstruktur soll gestärkt werden.

Diese Strukturvision hat keinen Rechtsstatus im Kontext der Raumordnungsgesetz. Für den Verfasser ist es ein selbstverbindliches und richtungsweisendes Dokument, in dem die Regionalplangebiete (und Haupt Bebauungspläne) werden im Verhältnis zueinander betrachtet. Die Raumstrategie im Strukturleitbild hat in der Regel eine Laufzeit von 10 bis 20 Jahren, mit Blick auf noch längere Laufzeiten.

Verschiedene Maßstäbe der strukturellen Vision

Vor Inkrafttreten des aktuellen Raumordnungsgesetzes waren nur die Gemeinde eine strukturelle Vision für sein Territorium. Ein Beispiel ist die Strukturvision Amsterdam 2040. Da die Provinz im aktuellen Raumordnungsgesetz ihre Aufgabe verloren hat, etablierte Bebauungspläne zu genehmigen, sucht die Provinz nach anderen politischen Instrumenten. Seitdem ist die Provinz strukturelle Vision für sein Territorium: Raumstrukturelle Vision der Provinz (PRSV). Manchmal wird auch eine interkommunale oder interprovinzielle Strukturvision erstellt. Ein Beispiel ist das Randstad 2040 Strukturvision.

Die Vision spielt eine wichtige Rolle in der Raumentwicklungspolitik. Dennoch bleibt die Vision ein höchst abstraktes Dokument, in dem räumliche Entwicklungen nur global initiiert und stimuliert werden.

Siehe auch