WikiDer > Suggestive Frage
EIN Leitfrage,[1]Leitfrage,[1]mehrere frage[2] (Latein: plurium interrogationum, Englisch: viele Fragen[3][4]) oder geladene Frage (Englisch: geladene Frage[4]) ist ein Fragen was die Antwort suggeriert und daher sehr irreführend sein kann.[1] Wenn diese vorgeschlagene Antwort falsch oder unbekannt ist, gibt es ein Irrtum.[4] Mit einer Leitfrage versucht der Fragesteller, den Befragten zu manipulieren und ihm seine Meinung aufzuzwingen; es ist eher eine verschleierte Behauptung als eine echte Frage.[1] Die Absicht besteht darin, den Interviewten (ob schlau oder nicht, falls er oder sie nicht aufpasst)[3]), um eine oder mehrere Annahmen zu bestätigen, die (per se) nicht zutreffen oder die der Befragte bei einer gesonderten Befragung nicht bestätigen würde.[4] Leitfragen können aufgrund des psychischen Drucks, den sie ausüben, (unbeabsichtigt) zu falsche Geständnisse oder falsche Zeugnisse.[1]
Beispiele
Der Kriminologe Marc Bockstaele unterteilt Leitfragen in fünf Formen.[1]
- Frage mit versteckter(n) Prämisse(n)
Das klassische Beispiel ist der geschlossene Frage "Schlägen Sie immer noch Ihre Frau?"[3] Dies verlangt nach einem „Ja“ oder „Nein“ als Antwort, impliziert aber immer, dass der Befragte seine Frau jemals geschlagen hat (a falsches Dilemma), während eine unschuldige Person die Frage offen mit "Ich habe meine Frau nie geschlagen" beantworten sollte.[3]Eine Möglichkeit, eine Mehrfachfrage zu vermeiden, besteht darin, sie in mehrere separate Fragen aufzuteilen:[2][4]
- "Haben Sie jemals Ihre Frau geschlagen?"
- "Wenn ja, machst du das immer noch?"
Wenn die erste Frage mit „nein“ beantwortet wird, gilt die zweite nicht mehr.
Ein historisches Beispiel ist die Ausstrahlung von Den Haag heute vom 22. Januar 2009. Ein Journalist fragte Minister Eimert van Middelkoop nach einer Debatte über die niederländische Militärpräsenz in Uruzgan: „War das Ihr letzter Fehler?“ Hätte der Minister mit „Nein“ geantwortet, hätten die Mitpolitiker kein Vertrauen mehr in sein Funktionieren gehabt, aber wenn er mit „Ja“ geantwortet hätte, würde er zugeben, tatsächlich einen politischen Fehler begangen zu haben. Der Minister ließ die Frage unbeantwortet, ging von der Kamera weg und fügte hinzu, dass der betreffende Journalist diese Frage niemandem stellen dürfe.[5]
Das Glomar-Antwort ist als taktische Antwort auf mögliche Leitfragen formuliert.[6]
- Frage mit Erwartung, Annahme oder Voreingenommenheit des Anfragenden
Mit solchen Fragen versucht man, den Befragten einzuschüchtern und zu beeindrucken, um eine aufgestellte Hypothese oder das eigene Vorurteil bestätigen zu lassen.[1]
- "Habe ich Recht, wenn ich sage, dass du da warst?" (nicht suggestiv) oder „Du warst da, nicht wahr?“ (sehr suggestiv).
- „Sie wollen nicht sagen, dass Sie auf dem überfüllten Mallorca Urlaub machen?“ (weist darauf hin, dass Urlaub auf Mallorca keinen Spaß machen kann, obwohl es durchaus Orte geben kann).
- Frage, die als Vorabinformation suggestiv ist
- „Wir haben den Täter gefasst. Erkennen Sie ihn in dieser Besetzung wieder?“ (Das Opfer kann sich verpflichtet fühlen, jemanden darauf hinzuweisen).[1]
- Rhetorische Frage
Der Fragesteller selbst zeigt bereits durch seine Fragestellung, welche Antwort er erwartet. Das Schwanzfrage (Englisch: Bestätigungsfrage) ist eine Variante davon, zum Beispiel „... meinst du nicht?“ Wenn das Vertrauen des Befragten in den Fragenden stark ist, erhöht eine Schwanzfrage die Überzeugungskraft.[1]
- Frage, die durch die Wortwahl suggestiv ist
Der genaue Wortlaut einer Frage kann einen irreführenden Effekt auf die Art der Antwort haben.[1]
- „Wie schnell bist du gefahren, als du das andere Auto getroffen hast?“ versus „Wie schnell bist du gefahren, als du mit dem anderen Auto zusammengestoßen bist?“ (die erste Form ist neutraler, weil 'kollidieren' bedeutet, dass der Schlag hart war und daher schnell gefahren wurde).
- "Hast du die Waffe gesehen?" versus „Hast du eine Waffe gesehen?“ (die zweite Form ist besser, da sie nicht davon ausgeht, dass es eine Waffe gab).
Siehe auch
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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