WikiDer > Teorbo
Das Theorie (oder theorbe, manchmal auch theorbe) (durch fr.theorbe von Italien.tiorba; weitere Ableitung ungewiss) ist a Saiteninstrument von dem Lautenfamilie. Dieses Musikinstrument entstand Ende des 16. Jahrhunderts in NordItalien und erfüllt bis ca. 1750 die Funktion von Continuo-Instrument. Wer die Theorbe spielt, ist Theorbist.
Die Theorbe hat einen nach hinten gebogenen Schraubenhalter (Kragen); Dieser Halter für sechs Saiten ist in einer Linie mit dem Hals. Typisch für die Theorbe ist ein zweiter Schraubenhalter, der diagonal hinter dem ersten angeordnet ist. Es kommuniziert mit den acht frei schwebenden, diatonisch gestimmte Basssaiten (Bourdon-Saiten), die nur gezupft, aber nicht gekürzt werden.
Ursprünglich war dieses Instrument chitarrone erwähnt, vielleicht als Hinweis auf das Griechische kitara, die im antiken Griechenland verwendet wurde, um Sänger zu begleiten. Die langen Basssaiten wurden geschaffen, um auch auf a low tiefe Töne erzeugen zu können Laute, das bis dahin das gängige Instrument der Gesangsbegleitung war. Die für solch tiefe Töne erforderlichen Darmsaiten würden auf einer gewöhnlichen Laute unglaublich dick und müssten verlängert werden.
Auffallend an der Stimmung einer Theorbe ist, dass die beiden höchsten Saiten eine Oktave tiefer gestimmt sind. Die Stimmung in A von hoch nach tief ist im Allgemeinen: a,e,b,g,d,A,G für die Fingersaiten und dann die losen, langen Saiten mit Stimmung F,E,D,C,B, A,G .
Im spätbarocken Frankreich wurde auch eine etwas kleinere Theorbe verwendet, gestimmt in D.
Der italienische Komponist Johannes Hieronymus Kapsberger, der viel Solomusik für dieses Instrument geschrieben hat, verwendete eine Theorbe, die noch mehr Basssaiten hatte. Der Begriff tiorba kam wenig später für das gleiche Instrument zum Einsatz.
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde die Theorbe sehr beliebt für die Begleitung früher Opern von Claudio Monteverdic, Jacopo Peric und Francesco Cavallic. Damals verbreitete sich das Instrument in ganz Europa weiter. Vor allem in Frankreich wurde das Instrument bald angenommen, um Airs de cour zu begleiten (bis dahin auf Laute).
Die Begleitung auf der Theorbe unterscheidet sich in der Notation vom Solorepertoire: Für Solomusik wird oft Laute verwendetTabulatur gebraucht, zur Orientierung Generalbass. Der Vorteil von Generalbass ist, dass auch andere Instrumente und Instrumentenkombinationen zur Begleitung verwendet werden können. Ausnahmsweise hat Kapsberger einige Vokalwerke mit Lautentabulatur für Theorbe mit Singstimme und Bassstimme veröffentlicht.
Eine große Wiederbelebung fand die Theorbe Anfang des 18. Jahrhunderts in Frankreich, wo vor allem der französische Hofkomponist Robert de Visée hinterließ ein großes Werk für das Instrument.
das spätere Bogenverbindung ähnelt einer Theorbe und wird oft damit verwechselt.