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EIN Testbild ist ein (größtenteils) Standbild, das Servicetechnikern und Antenneninstallateuren bei der Einrichtung, Einstellung und Überprüfung helfen soll Fernsehen-Empfänger. Das Testbild enthält viele Details, die anzeigen, ob a Bildröhre und der Rest des Receivers korrekt eingerichtet sind und bei Problemen mit der Rezeption sein. Durch das Befolgen eines ausführlichen Schritt-für-Schritt-Plans können Techniker alle Einstellungen des Geräts optimal anpassen, sodass die Empfangsqualität maximal ist. Durch die weiterentwickelten Techniken und die weitreichende Integration sind bei modernen Fernsehempfängern viele Einstellungen nicht mehr nötig.
Der Begriff Testbild wird auch zur Kontrolle und Prüfung von Scanner und Drucker.
Schwarz-Weiß-Fernsehen
Von den Anfängen des niederländischen Fernsehens an war die RMA-Auflösungstabelle 1946 (RMA: Radio Manufacturers Association) vor der Kamera, damit die Techniker die Geräte an möglichst vielen Punkten richtig einstellen können. Es war ein kompliziertes Schwarz-Weiß-Bild mit vier charakteristischen Kreisen in den Ecken. Das so übermittelte Testbild wurde nicht elektronisch erzeugt und wies somit auch kamerabedingte Fehler auf.[1]
Auf den Fernsehtürmen wurde damals mit einem Philips GM 2671/50 ein „Geschirrtuch-Image“ erzeugt. Es war ein einfacheres Testbild mit a Schachbrettmuster aus Quadraten, von denen vier Blöcke aus fünf horizontalen Balken in verschiedenen Grautönen bestanden. Der untere Balken war schwarz. Dadurch konnten Verzerrungen im Bild schnell erkannt werden.[2]
Später kam der Philips PM5540 Schwarz-Weiß-Testbildgenerator zum Einsatz, der ein wesentlich abwechslungsreicheres Bild lieferte. Der Hintergrund bestand aus einer hellgrauen Fläche mit einem weißen Rautenmuster. Das Flugzeug wurde von einem Rahmen aus abwechselnd schwarzen und weißen Streifen eingefasst. In der Mitte dieses Testbildes befand sich eine Scheibe mit einem Balken über der Mitte, der aus fünf Quadraten bestehend aus vertikalen Streifen bestand. Diese Streifen werden gebildet von Sinussignale die den gesamten Bereich zwischen Schwarz und Weiß abdecken. Die Frequenz des Sinus nimmt pro Block von links nach rechts zu. In der Mitte befand sich ein Schachbrettmuster aus schwarzen und weißen Blöcken, zwei Reihen und zehn Spalten. Darunter befindet sich eine Reihe von fünf Quadraten, von links (schwarz) nach rechts (weiß) und dazwischenliegende Grautöne. Dieses Testbild wurde auch in . ausgestrahlt Australien, Abu Dhabi, Dänemark,[3]Israel und Katar.
Farbfernseher
Die Einführung des Farbfernsehens in den Niederlanden am 21. September 1967 ging mit einer Änderung des Testmusters einher. Bis dahin wurde das RMA-Testbild 15 Minuten vor Programmstart ausgestrahlt. An den Abenden, an denen die Farbe ausgestrahlt wurde, wechselte die schwarz-weiße Testkarte alle 5 Minuten mit der Anzeige von Farbfolien. Am 1. März 1975 ersetzte die Nederlandse Omroep Stichting das RMA-Testbild und die Farbdias durch PAL-Bilder der PM5544Bildgenerator testen. Dieser Kunstbildgenerator wird von der PTT seit dem 1. Januar 1974 tagsüber auf niederländischen Sendern zum Wohle des Fachhandels und der Industrie eingesetzt. In anderen Ländern und Teilen der Welt bietet der Generator eine SECAM- oder ein NTSCVersion des Bildes. Der Philips PM5538 lieferte auch ein farbiges Testbild, bei dem alle Elemente rechteckig, also ohne Mittelkreis gestaltet waren.
Die beim Farbfernsehen immer verwendeten Farbflächen, auch EBU-Farbbalken genannt (EBU: Europäische Rundfunkunion), entsteht beim Kombinieren der Grundfarben rot, Grün und Blau, aus dem ein Bildschirm die darzustellenden Farben aufbaut. Bei der sogenannten additive Farbmischung wird rot und grün zusammen als Gelb wahrgenommen werden, rot und blau zusammen als Magenta, grün und blau zusammen als cyan (hellblau). Die Kombination aller drei ergibt Weiß und mit keinem der drei bleibt es schwarz.
Das verwendete Testbild
Das Testbild, das auf den meisten westeuropäischen und afrikanischen Sendern, auch in den Niederlanden und Belgien, verwendet wird (oder wurde), wird mit dem Philips PM5544Bildgenerator testen. Auf den deutschen Sendern wird hauptsächlich das FuBK-Testbild (Telefunken-Funkbetriebskommission) verwendet. Das BBC verfügt über ein eigenes Testbild, weitere Testbilder sind auch in Mittel- und Osteuropa im Einsatz.
Testbilder werden oft auf Fernsehkanälen ausgestrahlt, die nicht für reguläre Programme verwendet werden. Fernsehsender wurden bei Nichtbenutzung abgeschaltet und oft wurde das Testbild 15 Minuten vor Sendebeginn sowie zu bestimmten Tageszeiten gezeigt. Bis zum Beginn des 21. Jahrhundert auf vielen Kanälen war nachts ein Testbild zu sehen, später wurden die Testbilder täglich von 9 bis 8 Minuten vor Beginn der Fernsehsendungen von der damaligen PTT ausgestrahlt, danach auch die NOS für weitere fünf Minuten. Heutzutage senden immer mehr Sender 24 Stunden am Tag. Infolgedessen können viele niederländische und belgische Fernsehsender kein Testbild mehr sehen, Länder wie die Türkei und Nordkorea und Skandinavien senden nicht 24 Stunden am Tag, daher werden dort Testbilder verwendet.
Das letzte Testbild im regulären Programm der niederländischen öffentlich-rechtlichen Sender wurde am 1. Januar 2005 ausgestrahlt. Digitale Fernsehempfänger strahlen heute auf einem separaten Kanal ein Testbild aus, mit dem überprüft werden kann, ob das Gerät für digitales Fernsehen geeignet und richtig dafür eingerichtet ist. Dies ist beim Kabelanbieter Ziggo Channel 997, wo die PM5644Testbild verwendet wird (die Widescreen-Variante).
Funktion
Klang
Neben dem Testbild wurde in den Niederlanden und Belgien auch Ton übertragen. Vor den 90er Jahren gehörte dazu ein starker Piepton. Im Laufe dieser Zeit wurde dieser Ton durch Musik eines begleitenden Radiosenders ersetzt. In den Niederlanden wurden zu diesem Zweck 747 AM und Radio 1 über die öffentlichen Netze übertragen. Die Briten BBC habe spezielle testbildmusik machen lassen, leichte musik die auch etwas alternativ klang. Darüber hinaus wurden in skandinavischen Ländern neben Ton auch Datum und Uhrzeit übertragen.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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