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Thetburga (-1042) war die Frau von Siegfried von Holland (-5. Juni 1030), Bruder des niederländischen Grafen Dirk III. Hierosolymita (-27. Mai 1039).
Leben
Thetburgas Name wird auch als Tydburg, Tietburg, Thetburg, Tetburga, Tetburg oder Tette (der friesische Name Tiete) geschrieben. Laut einer sehr zweifelhaften Erwähnung in der Chronik des 15. De origine et Rebus getis Dominorum de Brederode (Über den Ursprung und die Taten der Herren von Brederode) von Johannes a Leydis sie war eine Tochter des sechsten friesischen Potestate gozewijn (auch Gooswijn oder Goswinus genannt) van Staveren (989-1000).[1] Thetburga lernte ihren späteren Ehemann Siegfried van Holland (Sicco) in Kastrichem kennen (Castricum). Siegfried van Holland war der jüngere Bruder von Dirk III. und der Sohn von Arnulf von Gent und Lutgardis von Luxemburg.
Ihre Hochzeitspläne kamen bei Graf Dirk III. von Holland (-27. Mai 1039) nicht gut an. Dies setzte die ohnehin angespannten Beziehungen der beiden Brüder noch weiter unter Druck. Als Grund wird der große Positionsunterschied angegeben. Schließlich wurde der Streit beigelegt und die Ehe vollzogen. Thetburga wurde zwölf Jahre nach ihrem Ehemann in den Niederlanden geboren Kloster Egmond (das damals noch Hallem oder Hallum hieß). In der archäologischen Forschung 1980[2] ihre Knochen wurden aus den dort vorhandenen Gräbern untersucht. Thetburga erwies sich als klein: 155 cm lang. Sie hatte eine komplizierte Fraktur ihres Ellenbogens, eine Hüftfraktur, schwere Osteoporose mit BeinAtrophie (Schrumpfung durch Störung in der Nahrungsversorgung). Sie hatte eine Athropathie (Gelenkerkrankung) und Gicht an den Füßen.
Thetburga wurde am 8. Oktober 1980 umgebettet. Die Mönche des Klosters Egmond beten in einer feierlichen Messe für den Seelenfrieden von ihr und Othilde van Saksen, der Frau von Dirk III. und Bruder von Siegfried.
Sicconiden-Legende
Basierend auf der Erwähnung der Abstammung von Johannes a Leydis Siegfried (Sicco) van Holland und Thetburga in der Vergangenheit für die Vorfahren der Herren von Brederode und Teylingen. Dirk und Simon werden als Kinder von Siegfried und Thetburga erwähnt. Dirk wäre dann seinem Vater Siegfried als zweiter Herr von Brederode und Simon als erster Herr von Teylingen nachgefolgt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird dieser Ansicht nicht mehr geglaubt. Der Vorfahre der Brederoden, Dirk Drossaard van Brederode, erscheint erstmals 1205 in Urkunden. Einer der Türme der Ruine von Brederode im Santpoort ist nach Thetburga benannt. Thetburga ist auch mit dem Namen der Gattung Tetrode oder Tetterode verbunden.
Fußnoten
- ↑Die Chronik von Johannes a Leydis ist enthalten in Anthony Matthew III, Veteris Aevi Analecta, seu Vetera monumenta hactenus nondum Visum I ('s-Gravenhage: Block, 1738; 2. Auflage). Die Passage findet sich auf S. 609. Matthäus bezieht sich für Gozewinus auch auf: Pierius Winsemius, Chronique ofte Historische Geschichte von Vrieslant beginnend von den Jahren nach der Welterschaffung 3635 und der Wanderung bis zu den Jahren nach der Geburt Christi 1622 (Franeker: Ian Lamrinck, 1622), Buch 4, aus dem Jahr 993. Eine Analyse der Ursache der falschen Abstammungsangabe findet sich in: J. Bolhuis van Zeeburgh, Kritik an der friesischen Geschichtsschreibung (Den Haag, 1873, Nachdruck: Amsterdam: Brinkman, 1962), S. 88-90.
- ↑Beschreibung der archäologischen Forschung von 1980
Literatur
- Dr. B.K.S. Dijkstra: Ein Stammbaum in Been: Vier Jahrhunderte von Grafen und Gräfinen Hollandse Huis: Erforschung der sterblichen Überreste, die auf dem Gelände des ehemaligen Abijkerken in . ausgegraben wurden Rijnsburg 1949 und 1951 und in Egmond 1979 und 1980 und im Grab in der Abteikirche zu Middelburg im Jahr 1980 (Amsterdam: Batavian Lion, 1991) - ISBN 90-6707-258-3.