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Willem Marinus (Tim) Kolff (Deil, 6. Februar1882 - Sonnenburg, 25. Januar1944) war mal Bürgermeister von Deil und Widerstandskämpfer.
Lebenszyklus
Tim Kolff, Nachfahre der Patrizierfamilie Kolff, studiert Rechte zu Utrecht und wurde in 1914 Bürgermeister von Deil. Dieses Amt hat er von seinem Vater übernommen Marius Kolff, der von 1880 bis 1913 Bürgermeister war. Kolff war zweimal verheiratet, beide Male mit einem Verwandten. 1927 heiratete er Sara Lydia Kolff, mit der er 1928 eine Tochter, Hermina Elisabeth Cornelia (bekannt als Liesbeth), hatte. Er ließ sich 1935 von ihr scheiden und heiratete im selben Jahr Emmerentia Johanna Sara Kolff.
Kolff hatte Mut, Ausdauer und Unternehmergeist, aber auch diplomatische Begabung. Er erwies sich als Mediator in geschäftlichen Konflikten, u.a. bei der Schamotte-Union im Geldermalsen, wo 1930 ein Streik ausgebrochen war.[1]
N.V. Wasserleitung Mij. Gelderland
Dank Kolffs Bemühungen war Deil einer der ersten, trotz erbitterten Widerstands der eigenen Bevölkerung und des Stadtrates ländliche Gemeinden in dem Betuwe an das Wasserversorgungsnetz angeschlossen. Die Inbetriebnahme erfolgte am 15.11.1935. Am 13. Januar 1938 wurde die N.V. Waterleiding Mij. Gelderland (jetzt Teil von Vitens), an dem Kolff mitgearbeitet hat Baron von Verschuer, Bürgermeister der Nachbargemeinde beesd. Der Sitz dieser Gesellschaft blieb bis 1961 in Deil. 1958 wurde das Wasserversorgungspumpwerk Kolff gebaut Waardenburg nach ihm benannt.[2]
Widerstandsarbeit
Kolff war einer der Vorarbeiter der Bestellservice aus der Gruppe der General Jhr Willem Röell und war von Anfang an Besetzung durch Nazi Deutschland aktiv im Widerstand in der Betuwe. Er war als "der kleine Mann" bekannt und arrangierte unter anderem gefälschte Papiere, unterhielt Kontakte zu einem Sabotagegruppe und half, Leute wegzuschmuggeln England und Schweiz. Leider blieb seine Widerstandsarbeit nicht unbemerkt: Er wurde getötet, als er am 8. August 1942 nach Hause zurückkehrte[3] bis zum Sicherheitsdienst überrascht, wurde verhaftet und verbrachte einige Zeit in der Gefängnis von Scheveningen (Oranjehotel) (Zelle Nr. 573).[4] Kolff wurde zunächst zum Tode verurteilt, wurde aber Anmut, war in verschiedenen Konzentrationslager (unter anderem Lager Vught und Campingplatz Amersfoort) und wurde in die Konzentrationslager Sonnenburg, wo er am 25. Januar 1944 starb.
Kolff hat posthum es Bronzenes Kreuz und bei Deil der Mr. W. M. Kolffstraat nach ihm benannt. Am 4. Mai 1950, te Enspijk ein Denkmal zu Ehren der Kriegsopfer aus der Gemeinde Deil enthüllt, auf der unter anderem der Name Kolff erwähnt wird.[5]
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |
| Vorgänger: Marius Kolff | Bürgermeister von Deil 1914-1942 | Nachfolger: Johannes Andreas Franciscus Andriessen |