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Trichobothria
Auf den Beinen davon Tarantel zahlreiche Trichobothrien sind sichtbar

Trichobotrie oder Tasse Haare, Singular Trichobotrium (griechisch: τριχός (Trichos) = Haar und βόθριον = Furche) sind Sinnesstrukturen, die aus einer haarartigen Projektion der Haut bestehen. Der niederländische Name „Bekerhaar“ verdankt seinen Namen der becherartigen Öffnung der Haut, in der das Haar verankert ist. Sie sind verlängert setae. Sie können Luftvibrationen spüren, die durch sich nähernde Beute und Feinde verursacht werden. Im Gegensatz zu den Borsten sind sie nicht verjüngt, sondern über die gesamte Länge gleich dick. Denn sie haben eine sehr flexible Membran auf der Exoskelett angebracht, sind sie sehr mobil und können Erschütterungen sehr sensibel erfassen. Lange Proben können hauptsächlich niederfrequente Schwingungen absorbieren; die kleineren Trichobotrien erhalten nur höhere Schwingungsfrequenzen. Die Reichweite beträgt in der Regel nicht mehr als einige Zentimeter.

Trichobothrien treten auf in Arthropoden: mit den meisten Spinnen und bei verschiedenen Insekten-Aufträge; unter anderem die Hemiptera (Fehler). Es gibt Spinnen, die an jedem Bein Hunderte solcher Sinneshaare haben und so empfindlich auf Luftvibrationen reagieren, dass sie fliegende Insekten aus der Luft lokalisieren und zupfen können.

Literatur

  • R. F. Foelix: Biologie der Spinnen. Harvard University Press. Cambridge, Massachusetts und London, 1982
  • P. Grasse: Traité de Zoologie: Anatomie, Systematik, Biologie. Öffentliches sous la dir. de M. Pierre und P. Grasse. tome VI, Onychophoren - Bärtierchen - Arthropoden - Trilobitomorphes - Cheliceraten. - Masson et Cie, Paris, 1949
  • J. W. Schultz: Evolutionäre Morphologie und Phylogenie von Arachnida. Kladistik 6: 1-38, 1990

Siehe auch