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TuRa 1904 Bonn
TuRa 1904 Bonn
NameTurn- und Rasensport 1904 Bonn
Etabliert1904
Abgesetzt18. Juni1965
StadionPoststadion
Zuhause
von
Portal  Portalsymbol  Fußball

TuRa 1904 Bonn war ein deutscher Fußballverein aus Bonn, Nordrhein-Westfalen.

Geschichte

Der Verein wurde 1921 nach einem Zusammenschluss von Vgl. 04 Bonn und Bonner TV. Die offizielle Fusion erfolgte jedoch erst 1922 und bis dahin spielte der Verein unter dem Namen TV 04 Bonn.

Der Verein startete in der zweiten Liga der Rheinwettbewerb. Am Ende der Saison nahm der Verein an der Aufstiegsfinalrunde und an einem entscheidenden Spiel gegen . teil Kölner TuSV 93 der Verein gewann 6:3 und stieg auf. Der Klub landete im Mittelfeld und verlor die Derbys in den ersten Saisons immer gegen Bonner FV 01. Nach 1926 wurde der Verein in Bonner FV umklassifiziert, landete aber noch im unteren Mittelfeld. 1927 trat der Verein in die Schmidt-Schneiders-Stadion abspielen. Nicht bis 1928/29 TuRa landete erstmals in den Top 3. Nach dieser Saison wurden beide Serien zusammengelegt und TuRa belegte nun nur noch den zehnten Platz von dreizehn Vereinen. Die Konkurrenz wurde erneut gespalten, aber auch dies führte nicht zum Erfolg.

1933 wurde die Liga von der NSDAP, der in der an die Macht gekommen war Drittes Reich. Die Zahl der Spitzenklasse wurde im ganzen Land drastisch reduziert. TuRa wurde in die Gauliga Mittelrhein klassierte, qualifizierte sich dafür aber nicht und musste in die zweite Klasse gehen. Dies führte zu viel Protest, weil bereits fünf Klubs aus Köln für den Wettbewerb ausgewählt worden waren. Am Ende wurde der Wettbewerb um einen Verein erweitert, aber es war nicht TuRa, sondern ein sechster Kölner Verein (Rheinania) das sich selbst platziert hat.

Der Aufstieg war das erste Tor, aber nach einem guten Saisonstart wurde der Verein Vierter, der Titel ging an SC Blau-Weiß 06 Köln ging. In der folgenden Saison trat der Verein mit club Victoria Köln um den Titel und gewann ihn, was ihnen die Teilnahme an der Endrunde um den Aufstieg ermöglichte. Zusammen mit SV Oberstein der Klub belegte den ersten Platz in der Gruppe und stieg aufgrund eines besseren Torverhältnisses auf. TuRa stürmte in die Gauliga und übernahm schnell die Führung, auf einmal fehlten sogar fünf Punkte. Am vorletzten Spieltag war der Vorsprung auf einen Punkt geschrumpft. Ein Heimsieg gegen Köln SC 99 reichte für den Titel. Der Verein verlor jedoch in der Nachspielzeit nach einem Elfmeter, was bedeutete, dass der Titel an ging CfR Köln ging. Einziger Trost war, dass sie zwei Punkte vor Rivale Bonner FV lagen. Die zweite Saison war deutlich schwieriger und TuRa musste gegen den Abstieg kämpfen. Es gab jetzt auch eine große Rivalität mit dem Stadtrivalen SV 06 Beuel, die gerade aufgestiegen war und TuRa einige Spieler entrissen hatte. In dem Tschammerpokal, der Vorläufer der DFB-Pokal den Verein besiegt SV 06 Kassel, wurde dann aber überholt Eintracht Braunschweig abgeladen. Im 1937/38 der Verein war wieder abstiegsgefährdet und war lange rote Laterne. Es gab jedoch eine Wende und nach einem Sieg gegen den Rivalen Bonner FV drehte sich das Blatt. Am letzten Spieltag spielte TuRa gegen Mülheimer SV 06 die den Erhalt gewährleisteten. Der Bonner FV stieg ab, während der andere Rivale Beuel 06 den Titel holte. Aufgrund finanzieller Probleme konnte der Verein den Kredit an die Stadt für das Stadion nicht mehr zurückzahlen und es wurde verkauft. Der neue Besitzer hat dies auf getauft Poststadion.

Im Wettbewerb wurde es besser und kurz vor dem letzten Spieltag hatte der Verein noch eine Chance auf den Titel in einem Match gegen einen direkten Konkurrenten. SpVgg Sulz 07. Sülz war 2:0, aber TuRa kehrte zum 2:2 zurück, was zu einem Titel für Sülz führte. Ebenfalls SSV Troisdorf 05 prallte in der Endwertung über TuRa, zwei Jahre später folgte jedoch der Abstieg. Die Gauliga wurde gespalten wegen der Zweiter Weltkrieg und in 1943/44 der Verein bildete eine Kriegsfusion mit FV, Beuel und Beitrag SV.

Nach dem Krieg spielte der Verein in regionalen Wettbewerben und nach der Gründung des Oberliga West der Verein spielte in der Amateurliga, der dritten Liga. 1952 wurde der Titel geholt und in der letzten Runde um den Aufstieg verlor der Verein mit starken Zahlen gegen Viktoria Alsdorf. 1954 kämpfte der Verein erneut um den Titel, musste ihn aber schließlich holen Rapid Köln ließ Rivale Bonner FV in diesem Jahr in die vierte Liga absteigen. In der nächsten Saison musste sich der Verein mit dem zweiten Platz dahinter begnügen SV Bergisch Gladbach 09. Die Bestzeit des Vereins war nun vorbei und 1956 wurde TuRa nur Sechster und der Abstieg wurde knapp vermieden, weil die Anzahl der Serien in der dritten Liga reduziert wurde. Bonner FV war seitdem zurückgekehrt und hatte sich besser erholt, während TuRa 1958 abstieg. TuRa beschränkte den Ausfall in der Verbandsliga auf eine Saison und belegte trotz eines schlechten Starts mit drei Niederlagen am Ende den vierten Platz. Die folgenden Spielzeiten beendete der Verein im Mittelfeld. 1961/62 lag der Verein nach der Hinrunde auf einem enttäuschenden zehnten Platz, doch dann folgte eine Siegesserie mit nur fünf Niederlagen in der Rückrunde, so dass man schließlich Meister wurde. In der Endrunde der westdeutschen Amateurmeisterschaft unterlag der Verein Arminia Bielefeld und spielte gegen Duisburger FV 08 die sie für das nationale Finale qualifizierten. Nach einem Sieg über die zweite Mannschaft von Werder Bremen Der Verein traf im Finale auf Berlin SC-Fliese und verlor mit 1:0. TuRa durfte in die zweite Liga aufsteigen, verzichtete jedoch aufgrund finanzieller Probleme auf den Profistatus und blieb in der Amateurliga. TuRa wurde noch zweimal Vizemeister

1965 belegte der Verein den siebten Platz. Nach dieser Saison fusionierte der Verein mit dem Bonner FV zu Bonner SC. Bereits seit 1958 gab es Gespräche über eine Fusion, nun stimmte auch der Bonner FV zu.