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Tularämie | ||||
Infektion mit Tularämie-Bakterien | ||||
| Codierungen | ||||
| ICD-10 | ein21 | |||
| ICD-9 | 021 | |||
| KrankheitenDB | 13454 | |||
| MedlinePlus | 000856 | |||
| eMedizin | med/2326auftauchen/591ped/2327 | |||
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Tularämie oder Hasenplage, auch bekannt als Kaninchenfieber, ist eine bakterielle Zoonose was durch die verursacht wird BakterienFrancisella tularensis und kommt auf der Nordhalbkugel vor. Es ist eine ansteckende Krankheit, die beim Menschen selten, aber gefährlich ist.
Bakterien
Erreger der Krankheit ist das 1912 erstmals beschriebene und nach dem Bezirk benannte Bakterium Francisella tularensissis Tulare im Kalifornien. Das Bakterium hat vier Unterarten, von denen die holarktis kommt in Europa vor. Es kommt hauptsächlich bei Nagetieren und Hasentieren vor, aber auch bei Vögeln und Insekten, bei Säugetieren und Wirbellosen. Insekten wie Zecken, Mücken und Bremsen können die Bakterien auf den Menschen übertragen. Ein wichtiger Vektor ist der Schafe zecke. Das Bakterium gilt als eine der gefährlichsten Arten. In Labors, in denen mit diesem Bakterium gearbeitet wird, gelten die höchstmöglichen Sicherheitsanforderungen. Es werden nur wenige Bakterien benötigt, um den Menschen zu infizieren, was ihn zu einem Kandidaten für biologische Kriegsführung.
Kontamination
Im Übrigen infizieren sich Menschen direkt durch Kontakt mit Kontaminationsquellen tierischen Ursprungs oder indirekt durch Fliege und Schild, durch Oberflächenwasser oder durch den Verzehr von kontaminiertem Wild, das nicht richtig gegart wurde. Tularämie kommt neben zufällig auch vor Epidemie vor dem. Infektionen von Mensch zu Mensch sind nicht bekannt. In der Vergangenheit sind Epidemien aufgetreten auf Marthas Weinberg.
In Deutschland, Skandinavien und Ungarn gibt es mehr Tularämie als in den Niederlanden. Seit 2011 wurde in den Niederlanden eine geringe Zahl von Infektionen bei Hasen und Menschen gemeldet. Die Krankheit wird als wieder auftretende Zoonose denn die letzte Infektion davor in den Niederlanden stammt aus dem Jahr 1953, als fast eine ganze Familie infiziert wurde, wahrscheinlich nach dem Verzehr eines unzureichend gekochten infizierten Hasen.[1]
Zunahme der Fälle
In den letzten 20 Jahren hat sich die Krankheit in Europa ausgebreitet. In Finnland und Nordspanien wird ein möglicher Zusammenhang zwischen der Infektionszunahme und der Populationszunahme der Wühlmäuse vermutet. In den Niederlanden wird die Möglichkeit dieser Verbindung ebenfalls berücksichtigt. Seit Januar 2014 ist die Zahl der gemeldeten Fälle deutlich gestiegen. Die Infektion tritt mittlerweile in mehr als der Hälfte der niederländischen Provinzen auf.[2] In Südwestfriesland wurden im Zeitraum von Februar bis Mai 2015 elf Hasen mit den Bakterien positiv befunden. Francisella tularensis, dem Erreger der Hasenplage. Darüber hinaus drei weitere separate Fälle, Südfriesland im Februar, Overijssel im März und Gelderland im Juni. Im Januar 2016 wurde dem Dutch Wildlife Health Center (DWHC) ein verdächtiger Hase vorgestellt, der nach einer Untersuchung des Central Veterinary Institute (CVI) in Lelystad als infiziert befunden wurde.[3]
Wichtige Risikogruppen sind Menschen und Tiere, die häufig mit Wildtieren in Kontakt kommen. Menschen und Tiere können sich durch einen Insekten- oder Zeckenstich oder den Kontakt mit Oberflächenwasser und den Verzehr von nicht ausreichend gekochtem infiziertem Wild infizieren. (Jagd-)Hunde sind relativ widerstandsfähig, sie sind bei Ansteckung allenfalls etwas träge und zeigen wenig Appetit. Vor allem Jäger bilden eine zusätzliche Risikogruppe, da sie sich auf verschiedene Weise anstecken können. Neben den oben genannten Infektionen gehen sie beim Ausweiden und Schlachten infizierter Hasen, beispielsweise durch eine offene Wunde, ein Risiko ein. Auch beim Besprühen von infiziertem Wild, bei dem es Tröpfchen einatmet (Aerosolkontamination).
Phänomene beim Menschen
Beim Menschen ist Tularämie eine manchmal sehr ernste Erkrankung, die in 1-5% tödlich verläuft. Patienten haben oft geschwollene Lymphknoten und Wunden auf der Haut. Die Bakterien können auch Augeninfektionen, Durchfall und Lungenentzündung verursachen.[4]
Das klinische Bild hängt vom Infektionsweg ab. Wenn die Bakterien über die Atemwege in den Körper gelangt sind, führt dies in der Regel zu einer Lungenentzündung (Lungenform). Wenn das Bakterium durch einen Hautdefekt eingedrungen ist, entstehen lokalisierte Geschwüre und geschwollene, möglicherweise abszessierende Lymphknoten (ulceroglanduläre Form). Liegt ein regionaler Lymphknoten, aber keine sichtbare Hautverletzung vor, spricht man von einer Drüsenform. Der Verzehr von kontaminiertem Fleisch oder das Trinken von kontaminiertem Wasser kann eine Entzündung des Rachens und des Mundes (oropharyngeale Form) verursachen. Bei einer Infektion über die Schleimhäute des Auges entwickelt sich ein Geschwür an der Innenseite des Augenlids (okuloglanduläre Form). Die Krankheit kann für den Menschen tödlich sein, ist es aber Antibiotika behandelbar, wenn Antibiotika rechtzeitig verabreicht werden.
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