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Velleman
Crieur des Lapins

EIN velleman war jemand, der für Kaninchen, Hasen und Katzen durch die Häuser gingBlätter kaufen.

zusätzliches Einkommen

Bis Weihnachten hatten viele Haushalte einen oder mehrere Kaninchen geschlachtet und in den Monaten November und Dezember gab es viel Hasen vor allem in Krisenzeiten und während der Zweiter Weltkrieg In den Großstädten wurden auch Kaninchen zum Verzehr gehalten, diese wurden um die Weihnachtszeit geschlachtet.

Mit einem langgezogenen, leicht melancholisch klingenden Ruf velluh, Kaninchen velluh durch das Läuten einer Glocke unterstrichen, zog der Käufer vor allem nach Weihnachten seine Runden durch die Straßen. Die Häute wurden an den Fellhandel weiterverkauft oder nach Vorbereitung an die Häuser verteilt.

Bis in die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts gab es in regionalen Tages- und Wochenzeitungen Anzeigen mit der Aufforderung zum Verkauf von Kaninchenfellen.[1] Bekannte Artikel waren vor allem Mützen, Handschuhe, (Fahrrad-)Muffs, Manschetten, Kragen und kleine Details und Futter von Winterbekleidung. 1981 warb noch ein großes Kaufhaus ganze Kleidungsstücke aus Kaninchenfell.[2]

Der Handel mit Hunde- und Katzenfellen aus dem Ausland wurde 1961 in den Niederlanden verboten, über den Handel mit Fellen aus den Niederlanden ist nichts geregelt.

In allen möglichen Kindergeschichten spielt der Velleman die Rolle eines Bösewichts, der heimlich Katzen fängt, um sie zu schlachten und zu häuten.

Die Namen Velleman (194), Vellema (558) Felleman (10) wurden 2007 noch in den Niederlanden verwendet.[3]In Frankreich hieß der Velleman der Crieur des peaaux de lapins (Kaninchenhaut-Sprecher).

Kaninchenfelle erzielten in den Niederlanden im Laufe der Jahre unterschiedliche Preise, z.B. 10 Cent im Jahr 1896, 2 Gulden im Jahr 1946 und 15 Cent im Jahr 1986.

Bilder

Wissenswert

  • Dass der Handel mit Kaninchenfellen lukrativ sein kann, geht aus einem Bericht aus dem Jahr 1850 hervor, in dem vom Tod einer Frau berichtet wird, die in Paris Lumpen und Kaninchenfelle kaufte, sie verließ die Hauptstadt für 150.000 Gulden.[4]

Quellen

  • Straßenhandel, Erinnerung an den Westen, 08-07-2008
  • Arm mit Ehre kann niemandem weh tun, Das alte Utrecht, 12-11-2013
  • Wie haben wir vor 80 Jahren Weihnachten gefeiert, Der Hüter, Dezember 2017