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Flushinghe ist ein Café in der Blekersstraat im Brügge. Es wird bereits im 16. Jahrhundert erwähnt und gilt damit als das älteste erhaltene Café der Stadt.
Älteste Geschichte
Der Ursprung des Anwesens, das aus zwei miteinander verbundenen Häusern besteht, geht vermutlich auf das 15. Jahrhundert zurück. Durch Umbauten oder Umbauten – unter anderem durch den Ersatz von Holzfassaden durch Steinfassaden – stammt die heutige Struktur größtenteils aus dem 17. Jahrhundert. Insbesondere die Zimmer im Obergeschoss, das als Schankraum dient, ist ein typisches Merkmal dafür.
Die Namen der Besitzer sind aus Archivalien aus dem letzten Viertel des 15. Jahrhunderts bekannt. 1515 wird der Besitzer erstmals urkundlich erwähnt als Taverne (d.h. Gastwirt). Der Hausname Flushinghe erscheint in den Dokumenten von 1579. Ein Inventar aus der gleichen Zeit erwähnt Tische und Bänke, was wiederum auf eine Funktion als Wirtshaus hinweist. Im Jahr 1648 wird a . ausdrücklich erwähnt Zuhause und Gasthaus. In den folgenden Jahrhunderten Flushinghe durchgehend als Gasthof genutzt. Es kann daher als erwiesen angesehen werden, dass der Fall (mindestens) fünf Jahrhunderte alt ist.
Der Name
Wo der Name Flushinghe kommt, ist nicht klar. Einige haben eine Erklärung in den Bodenverhältnissen des Standorts gesucht ("vlis(sing)" würde "Wasserpfütze" bedeuten), aber dies scheint ziemlich weit hergeholt. Ein Hinweis auf Spülen auf walcheren wahrscheinlicher, aber es ist unmöglich, aus einer schriftlichen Quelle zu schließen, was genau der Zusammenhang mit der Stadt Zeeland gewesen sein könnte.
EIN Flämisches Café
Die moderne Geschichte von Flushinghe beginnt 1855, als der Brauer Jacques Der Meulemeester erwirbt den Fall. De Meulemeester besitzt die Brauerei Der Adler (später: Aigle Belgien) zum Heilige Annarei, in unmittelbarer Nähe des Cafés. Auf Anregung des neuen Besitzers und vor allem seines Sohnes Leon, der 1869 die Leitung der Brauerei übernahm, Flushinghe eine tiefgreifende Wandlung. Im Schankraum ist ein (authentischer) schwarzer Marmorkamin aus dem 17. Jahrhundert installiert. Mit neu angefertigten neobarocken Möbeln und hier und da gekauften alten Gegenständen und Gemälden entsteht ein "altflämisches" Interieur, das nicht nur gut in das historische Gebäude passt, sondern auch ganz dem Geschmack der Zielgruppe entspricht: die Mittelschicht und das künstlerische Umfeld von Brügge. Das Café wird auch Sitz verschiedener Vereine sein, die sich regelmäßig treffen und sich positiv auf den Umsatz auswirken. Unter anderem wird es eine Jaybol-Vereinigung errichtet und im Garten eine Jayglobebahn gebaut. Ebenfalls Künstlerisch, eine 1894 gegründete Vereinigung von Lehrern und (ehemaligen) Schülern der Städtischen Akademie der Schönen Künste, ist dort untergebracht. Brewer Leon De Meulemeester stellt dafür sogar einen separaten Raum in einem Seitenflügel zur Verfügung, der von den Mitgliedern nach eigenem Geschmack eingerichtet und dekoriert werden kann. Künstlerisch blühte nur wenige Jahre und hörte vor dem Ersten Weltkrieg auf zu existieren. Aber ihr Besprechungszimmer mit der kunstvollen Dekoration existiert noch und wird auch als bezeichnet das kleine Museum (das kleine Museum).
Beliebt bei Touristen
Obwohl Brügge seit einiger Zeit bei den Briten als Reiseziel beliebt ist, ist die Zahl der britischen Touristen in der Stadt seit 1906 durch die Schaffung einer festen Schifffahrtsverbindung zwischen Rumpf und der neue Hafen von Zeebrügge, eine Verbindung, die vom Dampfer bereitgestellt wird Herzog von Clarence. Durch smartes Marketing wissen Flushinghe um eine stetige Versorgung mit britischen Gästen zu gewährleisten. Einerseits hat das Café ein Geschäft mit den Kutschern der Mietwagen am Bahnhof, andererseits wird ein Mythos als „Rubens-Haus“ gekonnt inszeniert. Es wird gesagt, dass der Maler Pieter Pauwel Rubens einst dort übernachtet und im Schankraum steht ein Stuhl, auf dem der Künstler gesessen haben soll. Diese erfundene Geschichte, wahrscheinlich als Scherz einiger Stammgäste entstanden, hat ein Eigenleben entwickelt und wurde in dieser Zeit in mehreren Reiseführern für wahr erklärt. Dem Café geht es gut.
Monument
Das Cafe Flushinghe erhält am 9. Juni 1998 den Status eines geschützten Denkmals. Sowohl das Gebäude als auch die "altflämische" Ausstattung der Schankstube – die nach 150 Jahren ebenfalls einen historischen Wert erlangt hat – fallen unter die Schutzverordnung. Das Geschäft ist immer noch in Betrieb und zählt heute etwa 50 % Brügge-Bewohner und 50 % Touristen zu seinen Gästen.
Literatur
- Adolphe DUCLOS, Brügge, Geschichte und Souvenirs, Brügge, 1910.
- Luc DEVLIEGHER, Die Häuser in Brügge (Kunsterbe von Westflandern, 2-3), Tielt/Amsterdam, 1975.
- Lucien BOLS, 'Vlissinge. Brügges ältestes Gasthaus, in: Brügge, dass Scone, 1985.
- Edward TRIPS, Café Vlissinghe 1515-1985. Ein altes Gasthaus in Brügge. Geschichte und Anekdoten, Brügge, Westflämischer Führerkreis, 1986.
- Edward TRIPS, Café Vlissinghe im Jahre 1515. Ein alter Gasthof in Brügge. Anleitung für den Besucher, Brügge, 1989.
- Brigitte BEERNÄRT, Blekersstraat 2, Café Vlissinghe, in: Architektur des 19. Jahrhunderts im Stadtzentrum, Tag der offenen Monumente 1990, Brügge, 1990.
- Brigitte BEERNÄRT, Blekersstraat 2, Café Vlissinghe, in: Architektur des 17. Jahrhunderts im Stadtzentrum, Tag der offenen Monumente 1993, Brügge, 1993.
- Jaak A. RAU, Ein Jahrhundert Brügge. Teil 1: 1800-1900, Brügge, 2001.
- Jeroen CORNILLY, Monumentales Westflandern. Geschützte Denkmäler und Landschaften in der Provinz Westflandern. Teil II. Die fusionierte Gemeinde Brügge, Brügge, 2003.
- Stefanie GILTÉ & Aagje VANWALLEGHEM, Bauen im Wandel der Zeit. Inventar des kulturellen Erbes in Belgien. Die Architektur. Teil 18n b, Stadt Brügge, mittelalterliche Stadterweiterung Nord, Turnhout, 2004.
- Brigitte BEERNÄRT, Blekersstraat 2, der Raum "de Kunst Genegen" im Garten des Café Vlissinghe, in: Musikwortbild, Tag des offenen Denkmals 2012, Brügge, 2012.
- Brigitte BEERNÄRT, Vlissinghe Revisited, fünfhundert Jahre Gasthof, im: Brügge Ommeland, 2015, s. 210-224.
- Jan DE BUSSCHER, 500 Inn Vlissinghe, in: Brügge die Scone, 2015.
- Lieven DE VISCH, Boudewijn VAN VLAENDEREN, Brigitte BEERNAERT, Marc RYCKAERT, Jan D'HONDT, Stefan HUYGHEBAERT, Café Vlissinghe seit 1515, Brügge, 2016.

Eingang in der Blekersstraat

Gartenseite

Gartenseite

Der Garten

Schankraum

Es kleines Museum, ehemaliger Sitzungssaal des Vereins Künstlerisch
Externer Link
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |