WikiDer > Wasserschottergleis
EIN Wasserballastgleis ist ein Seilbahn ohne Elektroantrieb. Der Erfinder dieses Transportmittels ist Niklaus Riggenbach, der auch für den nach ihm benannten Antriebstyp bekannt ist Zahnradbahnen.
Die ersten Standseilbahnen wurden mit Wasserballast betrieben. In beiden Fahrzeugen wurde ein Wassertank verbaut. Der Tank wird am unteren Fahrzeug entleert, der Tank wird mit dem oberen Fahrzeug befüllt Wasser ausgestopft. Die Wassermenge wird anhand der Zahl berechnet Reisende das geht rauf und runter und beträgt manchmal 80 Liter pro Passagier. Der absteigende Zug zieht dann den aufsteigenden nach oben.
Eine Ausnahme von diesem allgemeinen Prinzip ist das Wasserschottergleis Lynton & Lynmouth. Beide Tanks werden gefüllt und der Antrieb erfolgt durch Entleeren eines der beiden Tanks unterwegs. Das Befüllen ist auf dieser Strecke relativ einfach, da Wasser aus dem Fluss West Lynne aufgenommen werden können.
Das Befüllen des Tanks eines Wasserschottergleises dauerte oft sehr lange. Darüber hinaus Transport in der Winter wegen Vereisung nicht möglich. Deshalb wurden die meisten Wasserschottergleise auf Elektroantrieb umgestellt. Nur wenige Jobs sind erhalten geblieben.
Wasserballastschienen
- Elevador do Bom Jesus (Braga, Portugal; geöffnet in 1882)
- Nerobergbahn (Wiesbaden, Deutschland; geöffnet in 1888)
- Lynton-Lynmouth Cliff Railway (zwischen Lynton und Lynmouth im Devon, Vereinigtes Königreich; geöffnet in 1890)
- Standseilbahn Neuveville-St.Pierre (Freiburg, Schweiz; geöffnet in 1899)
Ehemalige Wasserballastkurse
- Standseilbahn von Montmartre (Paris; 1891 eröffnet, 1931 geschlossen)
- Malbergbahn (Bad Ems; 1888 eröffnet, 1979 geschlossen)