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Werner Van Cleemput

Werner F. P. Van Cleemput (Sint-Niklaas, Belgien, 14. Juli1930 - Waasmünster, Belgien, 20. Juli2006) war ein Zeitgenosse BelgierKomponist.

Lebenszyklus

Van Cleemput studierte an der Musikakademie seiner Heimatstadt und absolvierte Kurse bei der Halewyn Foundation in Antwerpen; zum Beispiel erhielt er Unterricht von Albert Delvaux und Nini Bulterys. An der IPEM in Gent er belegte einen Kurs in Psychoakustik und elektronischer Musik. Von Beruf arbeitete er als Beamter, erwarb jedoch das Diplom zum Musiklehrer im Tagesunterricht.

Als Komponist war Van Cleemput vollständig Autodidakt. 1972 trat er erstmals als Komponist auf und seither werden seine Kompositionen regelmäßig mit Kompositionspreisen aller Art ausgezeichnet. Er erhielt unter anderem die August de Böck-Preis für eine Kantate den Kreispreis von Lüttich für eine Ballettsuite für Sinfonieorchester, den SABAM-Preis für sein Streichquartett Kinderportraits, den Irène-Fuerison-Preis der französischsprachigen Royal Academy of Belgium für seine Suite für Pieter Breughel und der Preis der Stadt Mecheln für eine Glockenspielkomposition.

Auf Empfehlung von Victor Legley 1973 wurde er gebeten, für Blasorchester zu komponieren. So wurde seine Suite im selben Jahr Musikhalle bis zum Musikkapelle der belgischen Seestreitkräfte im Ostende erstellt. 1975 wurde er vom belgischen Radio BRT3 in Auftrag gegeben; Arbeit D'Ar Penn Ar Bett eine bretonische Suite für große Blasorchester, wurde von der Musikkapelle der belgischen Gendarmerie. Auf diesem Gebiet gewann er zahlreiche internationale Preise und sorgte zudem für eine dauerhafte belgische Präsenz in der Blasmusikwelt weit über die Landesgrenzen hinaus.

Van Cleemput war jahrelang ein hochgeschätztes Jurymitglied bei allen Arten von HaFaBra-Turnieren in ganz Belgien; seine Auftritte an verschiedenen Jugendwochenenden brachten ihm die Wertschätzung der musizierenden Jugend.

Das Hauptziel von Werner Van Cleemput war es, qualitativ hochwertige Musik für Laienorchester zu schreiben, was seine Kompositionen einem durchschnittlichen Laienorchester nicht immer zugänglich macht. Da er weder Dissonanzen noch einen dichten harmonischen Schreibstil scheute, erfordern seine Kompositionen meist besondere Aufmerksamkeit auf die Tonbildung. Van Cleemputs Kompositionen haben es beispielsweise geschafft, einen besonderen und hochgeschätzten Platz im internationalen HaFaBra-Repertoire zu erobern.

Kompositionen

Arbeiten für Orchester

  • 1972Ballettblitze, Suite für Sinfonieorchester
  • Romantik, für Violine und Kammerorchester
  • Gedicht des Heiligen Nikolaus, für zwei Streicher und Kammerorchester
  • Boerecharleston, für zwei Streicher und Kammerorchester

Arbeiten für die Orgel

  • Das Ende der Diaspora
  • Gruppetto

Werke für Blasorchester und Fanfarenorchester

Kammermusik

  • 1956Konzert Piccolo
  • 1974Suite für Pieter Bruegel
  • 1976Kinderportraits, für Streichquartett
  • 1978Suite für Philippinen
  • 1980Fünf Pastorelken
  • 1991Varieté-Suite
  • Fiori, für Saxophonquartett

Werke für Klavier

  • 1955-1957Impressionen
  • 1978Concertino da Kamera
  • 1996Namk' cotss, für Klavier zu vier Händen

Arbeiten für Glockenspiel

  • 1973Drei Canzoni
  • 19733 Sonneries und 1 Bis (verliehen die Preis der Stadt Mecheln)
  • 1975Dithyrambe, Branle und Double (verliehen die Preis Personalbedarf)
  • 1985Das Glockenspiellied von Winde
  • 1993Drei Halleluja
  • 1993Barocksuite (verliehen die Preis von SABAM)
  • 1998Orthodoxie für Glockenspiel und Blasorchester

Literaturverzeichnis

  • Marcel Mattheessens: Podium '80 - kleine illustrierte Bibliographie belgischer Komponisten, die auf dem Gebiet der Blasmusik arbeiten, Sozialistisches Zentrum für Amateurkunstpraxis (SOCAK), 1982.