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Das Gesetz der drei Stufen ist ein Konzept aus dem Philosophie.
Das Gesetz wurde formuliert von Auguste Comte - ein Denker, der oft als Begründer der Soziologie als wissenschaftliche Disziplin angesehen. Das Gesetz ist in der Tat eine detailliertere Ausarbeitung der positivistisch Gedanken seines Lehrers Claude Henri de Rouvroy, (Graf von) Saint-Simon. Das Gesetz basiert auf dem positivistischenGesetz des Fortschritts“, und bezieht sich auf die Evolution des fleischlichen Geistes. Laut Comte verläuft dies in drei Phasen:
- Es theologische Stadium, in dem die Erklärung für Phänomene in übernatürlichen Kräften gesucht wird.
- Es metaphysisch Stadium, in dem übernatürliche Erklärungen durch abstrakte Konzepte ersetzt werden, so dass Seele und Vernunft als Erklärungen bleiben, wie in Hobbes und Freud.
- Es positiv Stadium, in dem Phänomene durch andere Phänomene erklärt werden. Man begibt sich auf die Suche nach Zusammenhängen zwischen den Phänomenen, die man dann zu Gesetzen zu formen versucht. Comte sieht dies als Programmaussage für die Soziologie als Wissenschaft.
Doch laut Comte bildet dieses Gesetz die Grundlage für ein Ranking der Wissenschaften. Die Klassifikation basiert dann auf dem Prinzip der abnehmenden Allgemeinheit und zunehmenden Komplexität. Die einfachsten und abstraktesten Wissenschaften (de Mathematik ist hier das beste Beispiel) die positive Phase zuerst erreichen, gefolgt von Wissenschaften, die immer komplexer und konkreter werden. Comte hält die Soziologie aus diesem Grund als der Schlussstein aller Wissenschaften.
Er gilt allgemein als Begründer des Positivismus: einer Wissenschaft, die darauf abzielt, alle Warum-Fragen (religiös) und alle Wie-Fragen (Wissenschaft) durch Gleichsetzung dieser Fragen zu beantworten.
Das Gesetz der drei Stufen wird in der Philosophie kaum noch bestätigt. Während sich die Wissenschaft auf der ganzen Welt verbreitet hat, ist das theologische und metaphysische Denken nicht verschwunden. Es gibt zum Beispiel auch viele Religionswissenschaftler[1], ein Phänomen, das nicht gut mit dem Gesetz von Comte harmoniert. Auch die Vorstellung, dass das Gesetz irgendeine Form von Fortschritt abbilde, wurde viel kritisiert. Gläubige und insbesondere polytheistische und animistische Kulturen werden als primitiv und unterentwickelt von der Idee des Fortschritts in diesem Gesetz dargestellt.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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