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Wilhelm-Orde
Kette
Diplom von 1896.
Jakob Friedrich (Fritz) Kalle posiert mit der Kette. Er trägt unter anderem die Orden des Roten Adlers mit der "scheife", die Orden der Krone, den Orden der Krone mit Rotkreuz-Dekor, die Medaille des Roten Kreuzes für Verdienste im Jahr 1870 und um den Hals das Kommandantenkreuz des Sächsisch-Ernestinischer Hausorden.
Das Juwel. Privatsammlung Groningen.
Der Postreformer Heinrich von Stephan mit der Kette und dem Hauptband des Orden des Roten Adlers.

Das Wilhelm-Orde (Deutsche: Wilhelm-Orden) wurde am 18. Januar 1896 vom deutschen Kaiser und König von Preußen angenommen Wilhelm II zum Gedenken an seinen Großvater Kaiser eingesetzt Wilhelm I "Der große". 25 Jahre zuvor wurde der Großvater von Wilhelm II. in Versailles zum deutschen Kaiser ausgerufen. Der Orden gehört zu den Ritterschaften Preußens, das Deutsche Reich hatte keine Ritterschaften. Medaillon mit dem Porträt von Wilhelm I., war an einem schweren Gold befestigt Kette sich verhalten. Die Rückseite des Medaillons trug die Worte "WIRKE IM ANDENKEN AN KAISER WILHELM DEN GROSSEN".

Die 220 Gramm schwere Kette trug die Aufschrift "WILHELMUS I REX" und war Medaillengewinner Emil Weigand und Otto Schultz hergestellt. Aufgrund ihres Aussehens wird die Wilhelm-Orde manchmal als die sehr allgemeine, Penny-Medaille getauscht.

Der Orden war sehr exklusiv und wurde unter anderem an Vorst verliehen Bismarck und weiter Robert Kocho gewährt.

Auch die Wähler Hessen-Kassel besaß ein "Wilhelmsörden"aber dieser war älter und wurde nach dem Kurfürsten benannt Friedrich Wilhelm I. von Hessen-Kassel.

Der Königliche Erlass

WIR WILHELM, VON GOTTES GNADEN König von Preussen etc. haben beschlossen, aus Anlass der 25jährigen Wiederkehr des Tages der Kaiser-Proklamation zu Versailles einen Orden zu stiften zum bleibenden Gedächtniss an die friedvaterssenden in Gottäten Unknown des Grossen Majestät, sowie zum Ansporn für das jetzige und kommende Geschlecht in Seinem Sinne mitzuarbeiten an des Volkes Wohl, wie Er es in der Allerhöchsten Botschaft vom 17. November 1881 vorgezeichnet und Uns die Vollendung dieser Aufdengabe als Heiligen Aufdengabe als den Namen "Wilhelm-Orden" führen und aus einer Klasse bestehen, welche gleichmässig an solche Männer, Frauen und Jungfrauen zu verleihen Wir Uns und Unseren Nachfolgern in der Krone vorbehalten, die sich hervorragend Verdiensthlungsondersen auf sozialpolitischen Gebieten im Sinne der Botschaft des hochseligen g Rossen Kaisers erworben haben.

Zum Abzeichen dieses Ordens haben Wir ein an goldener Kette zu tragendes goldenes Kleinod erwählt, welches auf der vorderen Seite das Bildniss des hochseligen Kaisers und Königs mit der Umschrift : "Wilhelm, König von Preussen" und der auf der Rümens initials schwebenden Königlichen Krone, daneben den Tag der Stiftung dieses Ordens und als Umschrift die Devise trägt: „Wirke im Andenke an Kaiser Wilhelm den Grossen."Urkundlich unter Unserer höchstenigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Königlichen Insiegel

Gegeben Berlin Schloss, den 18. Januar 1896.(L.S.) WILHELM R.Fürst zu Hohenlohe. frhr. v. Berlepsch. Miquel Thielen. Chef. Frhr, von Marschall.Frhr. v. Hammerstein. Schönstedt.

Die Erinnerung an Wilhelm I

Es durch die Hohenzollern Gegründet Zweites Reich, eine politische Schöpfung von Otto von Bismarck, war 1896 erst 25 Jahre alt. Das Imperium brauchte Ikonen, Idole und Legitimität. Der uralte Kaiser Wilhelm I. wurde von vielen mit großer Vorliebe gedenken, er war aber auch der "Kartertsenprins", der in seiner Jugend die demokratische Bewegung der 1848 war gewaltsam unterdrückt worden. Während seiner Herrschaft hatte er seinen Verbündeten Franz Joseph I. von Österreich angegriffen und geschlagen, hatte er vier blutige Kriege geführt, mehrere deutsche Fürsten von ihren Thronen vertrieben und Hannover, Hessen-Kassel und Nassau annektiert. Wegen dieser Kriege wurde er "Siegeskaiser" oder "Wilhelm der Große" genannt. Der Orden hingegen betont seine „friedlichen Großthaten“. Aufruf "Friedliche große Taten", im Wesentlichen 19. Jahrhundert Byzantinismus aus einer Zeit, in der Monarchen auf einem sehr hohen Sockel standen, sollte den wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Fortschritt Deutschlands betonen und die Aufmerksamkeit vom grassierenden Preußen ablenken Militarismus.

Durch die Verewigung des Spitznamens "Wilhelm der Große" im Orden wird die Tradition, dass Friedrich II. von Preußen "der große" wurde weiter erwähnt. Trotz offizieller Propaganda blieb der Name Wilhelm I. nicht erhalten. Er wurde weder von seinen Zeitgenossen noch von späteren Generationen "Wilhelm der Große" genannt.

Wilhelm II. war der Enkel von Wilhelm I. Zur Erinnerung an seinen Vater, den von ihm verhassten Friedrich III. von Deutschland, Wilhelm zog es vor, wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Er wollte in die Fußstapfen seines konservativen Großvaters treten. Möglich wurde dies, weil der Liberale Friedrich III. nur hundert Tage regiert hatte. Neben Orden und Medaillen weihte Wilhelm II. auch eine Kirche in Berlin, die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zum Andenken an seinen Großvater.

Träger des Wilhelm-Ordens

Am Gründungstag kam die erste Kette dazu Otto von Bismarck gewährt. Es sind etwa 65 Namen bekannt.Träger der Kette:

Der letzte Termin war der der Erbprinzessin Maria Elisabeth von Sachsen-Meiningen am 28.08.1913.

Wie zu tragen

Männer und Frauen trugen die Kette auf die gleiche Weise. Da die Kette recht kurz und wenig flexibel ist, wurde sie um den Hals über dem Revers der Jacke getragen. Das Medaillon auf der Vorderseite könnte dann knapp unter einem möglichen Kommandantenkreuz aufgehängt werden.

Siehe auch

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