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Wolin (stad)
Wollin
Wollin
Stadt in PolenFlagge von Polen
POL Wollin flag.svgWaffe
Wollin (Vorpommern)
Wollin
Ort
WoiwodschaftWestpommern
KreisPowiat Kamienski
Gemeindegmina miejsko-wiejska
Koordinaten53° 51′ N, 14° 37′ O
Allgemeines
Oberfläche14,41 km²
Einwohner(2005)4888
(339 Einwohner/km²)
Identifikationsnummer32070
Portal  Portalsymbol  Polen

Wollin (Deutsche: Wollin) ist ein Stadt in dem PolierenWoiwodschaftWestpommern, liegt in den powiatKamienski. Die Fläche beträgt 14,41 km², die Einwohnerzahl beträgt 4.888 (2005).

Die Stadt liegt auf der gleichnamigen Insel Wollin und ist die Hauptstadt der Gemeinde Wollin.

Geschichte

Im 9. Jahrhundert wurde Wollin zu einer der bedeutendsten Handelssiedlungen an der Ostsee. Im Handel zwischen Skandinavien und Mittel- und Südeuropa sowie zwischen dem damaligen Sachsen und Russland erlangte Wollin eine zentrale Stellung als Lager- und Handwerkszentrum für die Eisen-, Bronze-, Holz- und Glasverarbeitung, wo auch Textilien produziert und gehandelt wurden sowie Bernstein. Neben dem slawischen Pommern auch gelebt Sachsen und Dänen (Wikinger) in der Stadt und letztere nannte sie Jumne, in der deutschen Literatur kommt dieser Name als Jomburg vor. Die sehr weitläufige Siedlungsanlage (ca. 10 bis 20 km groß) um eine Burg hatte 10.000 Einwohner. Um 950 erhob der polnische König Ansprüche auf die Stadt, jedoch ohne bleibende Wirkung. Im Gegenteil, die Dänen übernahmen ein Jahrhundert später die Herrschaft. 1140 Wollin, nach den Herzögen von Pommern war mit dem Adel 1128, dem Sitz eines Bischofs, zum Christentum übergetreten. Nach der Zerstörung durch die Dänen 1173-'84 verlor die Stadt stark an Bedeutung. Im nächsten Jahrhundert würde es endgültig überflügelt von stettin, wo Kaufleute und Handwerker aus dem Deutschen Reich auf Einladung des Herzogs rund um die herzogliche Residenz eine moderne Stadt gründeten. Die slawische Bevölkerung des gesamten Gebietes an der Mündung des Oder (Odra) verschmolz mit dem deutschen Siedlerstrom, der sich in den Jahrzehnten nach ca. 1230 über Pommern ausbreitete (siehe Ostsiedlung).

1679, nach dem Aussterben der herzoglichen Familie, wurde der Ostteil Pommerns Teil von Brandenburg-Preußen und als kleine Provinzstadt blieb Wollin dort und dann bis 1870 im Deutschen Landesverband. 1945 wurde Ostpommern von Polen annektiert und die Bevölkerung nach Westen deportiert und durch Polen aus dem Osten ersetzt (siehe Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg).

Johannes Bugenhagen (1485-1558), Freund Martin Luthers, wurde in Wollin geboren. Er wurde Reformator der Kirche in Pommern und übersetzte die Bibel 1533 in die östliche Fassung Niederdeutsch, später Plattdeutsch genannt.

Wollin
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