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2viewvideo

2Video ansehen war eine op VHS-Technologie basiertes System für den Vertrieb von Filmen mit eingeschränkten Wiedergabemöglichkeiten. 2001 führte Now Showing Entertainment eine neue Art von VHS-Videoband ein. Dieses Videoband enthielt einen beliebten Film, den man für 15 Gulden (ca. 7 Euro) in verschiedenen Geschäften kaufen konnte. Um dieses System kostengünstig zu gestalten, wurde das Videoband nach zweimaligem Betrachten gelöscht und konnte als leere Videokassette verwendet werden. Die Kosten für den Vertrieb des Films könnten somit gering bleiben und der Informationsträger anschließend wiederverwendet werden.

Operation

Niederlande haben wie Testmarkt Uraufführung am 30. Mai 2001. Das 2ViewVideo war mit sechs Titeln im Angebot: Die entlaufene Braut, Instinkt, Das dritte Wunder, Den Glauben behalten, Shanghai Mittag und Kojote hässlich. Das Videoband funktionierte und sah aus wie ein normales VHS-Band. Auf der Rückseite des Bandes wurde angegeben, wie oft der Film noch angesehen werden konnte: 2, 1 oder 0 Mal.

Um zu verhindern, dass das Videoband auf unbestimmte Zeit zurück- und weitergespult wird, erschien das Now Showing Entertainment-Logo am unteren Bildschirmrand auf 2/3 des Films. Dies zeigte an, dass die Wiedergabesitzung gezählt wurde. Es war noch möglich, den Film einzufrieren oder vorzuspulen. Wenn sie vor dem Logo zurückspulen und die Band das Logo erneut passiert hat, wurde eine weitere Wiedergabesitzung abgebrochen. Nachdem der Film zweimal angesehen und zurückgespult wurde, löschte sich das Band automatisch mit einem eingebauten Magneten. Das Band könnte dann als leeres VHS-Videoband verwendet werden.

Ein Tag Erfolg

Now Showing Entertainment hat die Niederlande aufgrund ihrer Größe, sozioökonomischen Zusammensetzung und ihres multikulturellen Charakters als Sprungbrett für Europa gewählt. Ein kritischer Niederlande könnte das Produkt zu einem Top oder Flop für den Rest Europas machen. Wenn der Test erfolgreich war, würden weitere Titel eingeführt.

Dieser Erfolg stellte sich jedoch nicht ein, da das System bereits einen Tag später mit einer einfachen Büroklammer und einem Stück Klebeband geknackt wurde.[1] Die Büroklammer musste in ein Loch gesteckt und mit Klebeband befestigt werden, wodurch das Löschsystem deaktiviert wurde. Es war sogar ein Pfeil neben dem Loch.

Ungefähr 200.000 Videobänder wurden in die Niederlande transportiert.