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Andreas Baader

Andreas Bernd Baader (München, 6. Mai1943Stuttgart, 18. Oktober1977) war ein Anführer der linksextremen Stadtguerilla-Bewegung Rote Armee Fraktion (RAF), anfangs auch als bezeichnet Baader-Meinhof-Gruppe erwähnt.

Baader war der Sohn eines Zweiter Weltkrieg toter Historiker. Bevor er in der linksradikalen Aktionsszene landete, führte er das Leben eines rebellischen Bohemiens. Eine Zeitlang wurde er als Künstler ausgebildet und hatte einige Gelegenheitsjobs.

1968 Baader, zusammen mit Gudrun Ensslin wegen Brandstiftung in zwei Kaufhäusern in department zu drei Jahren Haft verurteilt Frankfurt am Main. Sie wurden im Juni 1969 nach einer Berufung freigelassen, tauchten jedoch unter, als diese abgelehnt wurde. Baader wurde im April 1970 erneut festgenommen. Am 14. Mai 1970 gelang es einer bewaffneten Gruppe unter der Führung von Ensslin, ihn zu befreien. Hilfe bekamen sie vom linken Journalisten Ulrike Meinhof. Diese Befreiungsaktion gilt als die erste Errungenschaft der RAF.

Die Gruppe besteht neben Baader, Ensslin und Meinhof aus Horst Mahler, Holger Meins, Jan-Carl Raspe und mehrere andere, war in den folgenden zwei Jahren für mehrere Banküberfälle, Einbrüche und Bombenanschläge verantwortlich. Vier Menschen wurden getötet und mehr als 30 verletzt. Am 15. Juni 1972 wurden die wichtigsten Führer, darunter Baader, festgenommen und später zu lebenslanger Haft verurteilt. Wegen der großen Gefahr für die deutsche Gesellschaft wurden die verhafteten Gruppenmitglieder in extra bewachten Anstalten untergebracht und in Stuttgart-Stammheim sogar ein neues, hochmodernes Gefängnis gebaut.

Versterben

Baader starb am 18. Oktober 1977 in seiner Zelle an einer Schussverletzung. Am selben Morgen wurden auch Ensslin und Raspe tot in ihren Zellen aufgefunden. Irmgard Möller, ein viertes RAF-Mitglied, wurde mit einer Stichwunde schwer verwundet aufgefunden. Die Presse kam am selben Tag zu dem Schluss, dass die drei Selbstmord begangen hatte. Damit nahm sie offizielle Schlussfolgerungen der Behörden vorweg. Dies wurde von Anhängern der RAF immer abgelehnt und der Tod des Trios wird in Betracht gezogen Ausführung berücksichtigt. Auch Anwälte, Ärzte und ausländische Experten haben die offizielle Lesart in Frage gestellt.[Quelle?]

In den Monaten vor Baaders Tod wurde die sogenannte zweite Generation der RAF mit mehreren Gewaltaktionen, um den deutschen Staat zur Freilassung Baaders und der anderen inhaftierten RAF-Mitglieder zu zwingen, unter anderem durch Entführung des Arbeitgebervorsitzenden Hanns-Martin Schleyer. Dieser Zeitraum wird als Deutscher Herbst. Einen Tag nach dem Tod der drei gefangenen RAF-Mitglieder wurde Schleyers Leiche gefunden.