WikiDer > Annette Schavan

Annette Schavan
Annette Schavan
Annette Schavan im Jahr 2010
Geboren10. Juni1955
juchen
Politische ParteiCDU
BerufPolitiker
Religionrömisch katholisch
Portal  Portalsymbol  Politik

Annette Schavan (juchen, 10. Juni1955) ist ein DeutschePolitiker für die CDU. Von 1995 bis 2005 war sie Ministerin für Bildung, Jugend und Sport in der Landesregierung Baden-Württemberg und war anschließend Minister für Bildung und wissenschaftliche Forschung in den Kabinetten Merkel I und Merkel II. Im Februar 2013 sie hat gekündigt, nachdem ihr der Doktortitel entzogen wurde, weil sie Plagiat beim Schreiben ihrer Dissertation engagiert.

Schavan wuchs als Tochter eines Kaufmanns in einer konservativen römisch-katholischen Bürgerfamilie auf. Nach dem Abitur 1974 studierte Schavan Pädagogik, Philosophie und katholisch Theologie zum Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität von Bonn und der Heinrich-Heine-Universität von Düsseldorf. 1980 promovierte sie bei dem Pädagogen Gerhard Wehle mit der Arbeit Person und Gewissen - Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und heutiger Gewissensbildung.

Schavan arbeitete dann bei Cusanus-Arbeit, eine bischöfliche Einrichtung zur Förderung begabter Studierender, und war ab 1984 als Abteilungsleiter für außerschulische Bildung dem Bistum Aachen angegliedert. Von 1987 bis 1988 war sie Geschäftsführerin der Frauengewerkschaft, die Organisation aller weiblichen Mitglieder der CDU. Sie kehrte zurück zu Cusanus-Arbeit zurück und leitete diese Organisation von 1991 bis 1995.

Von 2009 bis 2010 war Schavan unbezahlte Professorin an der Freie Universität Berlin.

Politische Karriere

Von 1975 bis 1984 war Schavan in der Kommunalpolitik von Neuss.Von 2001 bis 30. September 2005 war sie Mitglied des Landesrates von Baden-Württemberg. Seit 2005 ist sie Mitglied der Deutschen Bundestag. 2004 galt sie als mögliche Kandidatin der Christdemokraten für das Amt des Bundespräsidenten, aber Horst Köhler war nominiert. Auch dieser wurde gewählt. 2005 versuchte Schavan Erwin Teufel als Ministerpräsident von Baden-Württemberg nachfolgen, wurde aber bei der CDU-internen Wahl um diese Position von ihrer Rivalin geschlagen Günther Oettinger.

Am 22. November 2005 wurde Schavan im ersten Jahr zur Ministerin für Bildung und Wissenschaft ernannt Merkel-Kabinett.

Plagiat

Als der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg im Februar 2011 diskreditiert wurde, weil er beim Schreiben seiner Dissertation angeblich ein Plagiat begangen hatte, verurteilte Schavan öffentlich sein Handeln.[1] Im Mai 2012 wurde Schavan selbst jedoch wegen Plagiats diskreditiert. Laut einer Umfrage eines Mitarbeiters der VroniPlag Wiki Auf 94 der 325 Seiten ihrer Dissertation hätte Schavan Textfragmente ohne entsprechenden Quellenhinweis kopiert. Schavan erklärte, er habe in gutem Glauben gehandelt und die Heinrich-Heine-Universität um Ermittlungen gebeten. Das machte Professor Stefan Rohrbacher aufladen. Letzterer kam auch zu dem Schluss, dass Schavan ein Plagiat begangen habe. Dieses Urteil wurde am 5. Februar 2013 vom Fakultätsrat bestätigt, woraufhin die Universität Schavan die Promotion zurückzog. Am 9. Februar, Kanzler Angela Merkel gab bekannt, dass sie Schavans Rücktrittsgesuch angenommen habe. Schavan wurde am 14. Februar desselben Jahres als Minister für Bildung und Wissenschaft abgelöst von Johanna Wanka.