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Arthashastra

Das Arthashastra (Sanskrit: Arthaśāstra, von artha, Kraft und stra, Abhandlung) ist eine indische Abhandlung über Politik aus alten Zeiten. Wann genau das Werk geschrieben wurde, ist nicht bekannt, aber der Überlieferung nach war der Autor Kautilya oder Chanakya, der Lehrer, Mentor und Minister des Kaisers Chandragupta Maurya (regierte 320-297 v. Chr.), der Gründer der Mauritius. Die erhaltene Version des Werks ist jedoch eine Adaption des Autors vishnugupta, die um das 3. Jahrhundert n. Chr. wohnte. Das Arthashastra ist eine Anleitung für a autoritär Monarch, der bereit ist, alles zu tun, um an der Macht zu bleiben. Das Werk beschreibt, wie der Monarch mittels eines starken zentralisiert Staatsform ihre Macht behalten und sowohl die eigene Bevölkerung als auch die Nachbarstaaten kontrollieren kann.

Das Arthashastra befasst sich ausführlich mit der Steuererhebung und wie der Monarch sie so weit wie möglich übernehmen kann. Der Text rät dem Monarchen auch, ein groß angelegtes Spionagenetzwerk einzusetzen, um sowohl die Stimmung der Bevölkerung zu messen als auch seine engsten Berater und Minister im Auge zu behalten. Nachbarstaaten sollen unterjocht werden, wenn sie schwächer sind, und mit Diplomatie gespielt werden, wenn sie zu stark sind, um unterjocht zu werden.

Historiker sehen die Arthashastra als wichtige Quelle zur Verwaltungsstruktur des Maurya-Reiches und anderer Staaten der indischen Antike. Es ist jedoch unklar, ob es sich um ein normativ oder beschreibender Text und damit, inwieweit die Ideen aus dem Text in die Praxis umgesetzt werden konnten. Aufgrund der Prämisse, dass der Monarch alles tun sollte, um an der Macht zu bleiben, ist Kautilya mit Machiavellianisch verglichen.