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Arzawa war in der 2. Jahrtausend vor Christus ein Staat im Westen Kleinasien, und wuchs um 1350 v. für kurze Zeit zu einem der mächtigsten Länder der Region zu werden. Diese Blütezeit fällt mit der vorübergehenden, aber wahrscheinlich gravierenden Schwächung des Nachbargebietes zusammen Hethiter Reich.
Der wichtigste Hinweis auf Arzawas Macht ist die diplomatische Korrespondenz des Pharaos Amenophis III mit Tarhuntaradu von Arzawa, gefunden im Archiv von Sag Amarna. Der ägyptische König verlangte, dass er im Austausch gegen Geschenke, darunter Gold, eine Prinzessin schickte. Dies führte zu einer Allianz zwischen den beiden Reichen, zweifellos um die wachsende Macht der Hethiter zu blockieren. Das hethitische Reich unter Suppiluliuma II schaffte es jedoch, Arzawa in drei Teile zu brechen.[1] Aber nur unter Mursili II, Sohn von Suppiluliuma I (um 1320), wurde Arzawa vollständig in einen Hethiter umgewandelt Vasallenstaat zu machen. Die Nachbarstadt Millawada wurde zerstört.
Der Begriff Arzawa, wie er in den hethitischen Texten verwendet wird, ist semantisch komplex. Es ist nicht immer klar, inwieweit der Begriff eine geografische, ethnische oder politische Bedeutung hat. Aller Wahrscheinlichkeit nach verschiebt sich der Anteil der verschiedenen Komponenten im Laufe der Zeit deutlich. Es ist klar, dass Arzawa zu der Zeit, als Arzawa von den Hethitern demontiert wurde, in die Regionen Mira/Kuwalya, Hamballa und divided aufgeteilt wurde Seha/Appawiya, wobei die Region Mira wahrscheinlich auch den Kern von Arzawas Territorium enthält. Die damaligen Einwohner von Mira werden eindeutig als treibende Kraft hinter Arzawas Expansionsbestrebungen gesehen, wie einige Vorbehalte in Mursilis Annalen zeigen. Der Bundesstaat Wilusa wird in dieser Einteilung nicht erwähnt, aber an anderer Stelle als "Arzawa-Land" bezeichnet.
Die semantische Komplexität des Begriffs Arzawa hat unter anderem dazu geführt, dass es lange Zeit keine Informationen über den Standort von Arzawa gab. Konsens unter Historikern existierte. Obwohl immer noch Vorbehalte gemacht werden müssen, ist es heute allgemein anerkannt, dass der Kern des Lebensraums im Tal des Flusses Kaystros muss gewesen sein.
Die genaue Lage von Arzawa ist jedoch noch lange nicht ganz klar. Das Stadt-Staat-Abkommen apasa mit Ephesos ist auch nicht hundertprozentig sicher. Angesichts der Lage von Tarhuntassa zentral-südlichen in der Türkei und der der lukkaLänder in Lykisch-Pamphylian Es wäre eher an der Westküste als an der Südküste gewesen. Hawkins' Übersetzung des Karabel-Inschrift schlägt ferner eine Grenze zwischen Seha und dem Rest von "Arzawa" (Mira) vor, die durch die Bergkette gebildet wird Bozdağ.
Wichtige mit Arzawa verbundene Ortsnamen sind Apasa (die Hauptstadt), Puranda (eine befestigte Stadt), der Astarpa-Fluss (Grenzfluss) und der Berg Arinnanda (der an das Meer grenzt). Diese Namen werden meist sukzessive mit dem klassischen Ephesos verbunden, zeitgenössisch Bademgediği Tepe (in der Nähe Torbalı), der Fluss Mäander und Berg Mykale (Samsun Dağı). Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Zusammenhänge argumentativ stark voneinander angelehnt sind und daher rückwirkend nicht als Bestätigung füreinander herangezogen werden können. So kann beispielsweise die Verbindung zwischen Apasa und dem klassischen Ephesos nicht als zusätzliches Argument für die Verbindung zwischen den Flüssen Astarpa und Mäander dienen, da letztere weitgehend auf der geografischen Nähe des Mäanders zum klassischen Ephesos beruht und somit selbst abhängig ist stammt aus dem vorherigen Argument. Trotz eines teilweisen Konsens unter Historikern gibt es hier also immer noch einen Haken, der zu zirkulären Argumenten führen könnte, wenn nicht vorsichtig genug.
Die Annahme, dass die vorherrschende Sprache in Arzawa ist Luwisch wurde oft angetroffen (auch unter Historikern), wird aber von einigen Spezialisten der luwischen Sprache (wie Jakubowitsch) ernsthaft in Frage gestellt.
Bekannte Herrscher von Arzawa
- Kubantakurunta, ca. 1400
- Tarhuntaradu, ca. 1370
- Anzapahhadu, ca. 1350
- Uhhaziti, bis etwa 1316
Literatur
- H. C. Melchert (Neuauflage): Die Luwier. Handbuch des Orientalismus. Bd 68. Brill, Leiden 2003. ISSN0169-9423
- S. Heinhold-Krahmer: Arzawa, Untersuchungen zu seiner Geschichte nach den hethitischen Quellen Text der Hethiter. Bd 8. Carl Winter Universitätsverlag, Heidelberg 1977.
- J. D. Hawkins: Tarkasnawa, König von Mira, Boğazköy-Siegel und Karabel. im: Anatolische Studien. New Haven Conn. 48.1998, S.1-31.
- P. W. Haider: Die historische Geographie Westkleinasiens im 13. Jh. v. Chr. in: H. Friesinger (Neuauflage) u.a.: Hundert Jahre österreichische Forschungen in Ephesos. Akte des Wiener Symposiums 1995. Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1999, S.665-675. ISBN 3-7001-2732-4
- A. Götze: Die Annalen der Mursiliš. J. C. Hinrichssche Buchhandlung, Leipzig 1933.
Externer Link
- Arzawa Web-Präsentation auf Englisch (viel Sachmaterial, teilweise etwas spekulativ)
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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