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August Kubizek
August Kubizek im Jahr 1907.

August Kubizek (Linz, 3. August 1888 - Eferding, 23. Oktober 1956) wurde als Dirigent an das Stadttheater von Eferding im Österreich und Jugendfreund von Adolf Hitler zwischen 1904 und 1908.

Kubizek veröffentlichte 1953 das Buch über seine Freundschaft mit Hitler Adolf Hitler, mein Jugendfreund. Kubizek und Hitler lernten sich um Allerheiligen 1904 im Musiktheater in Linz kennen. Kubizek war der Sohn eines Polsterers, der zunächst bei der Möbelfirma Müller & Zonen in Linz, später aber auf eigene Rechnung als Tapezierer tätig war. Kubizek und Hitler hatten beide eine Leidenschaft für Musik, insbesondere für Wagners Musik. Kubizek wäre Hitler zeitlebens dankbar dafür, dass er seinen Vater davon überzeugt hatte, seinen Sohn am Wiener Konservatorium Musik studieren zu lassen, anstatt seinem Vater in der Firma nachzufolgen.

Hitler und Kubizek teilten sich 1908 für mehrere Monate ein Zimmer in Wien. Doch im Herbst 1908, während Kubizeks Militärdienst, verließ Hitler den Raum, ohne ihn über seinen neuen Aufenthaltsort zu informieren.

Von Oktober 1912 bis 1914 arbeitete Kubizek als Dirigent für das Stadstheater van Marburg an der Drau. 1920 bekam er eine Stelle als Dirigent in der Gemeinde Eferding. 1914 war Kubizek mit der Geigerin Anne Funke verheiratet. Sie gebar ihm drei Kinder: Augustin Kubizek (1918-2009), Rudolf (1923 - 2017) und Karl-Maria (1925-1995).

Im Januar 1933 gratulierte August Kubizek Adolf Hitler zu seiner Ernennung zum neuen Reichskanzler. Erst im April 1938, nach der Anschluss, die beiden Freunde haben sich in Linz wiedergesehen. Hitler lud seinen Jugendfreund zweimal zum Wagner-Festspiele in Bayreuth 1939 und 1940. Kubizek wurde Mitglied des NSDAP. 1945 wurde er verhaftet und im Lager von . interniert Glasenbach. Nach 16 Monaten Gefangenschaft wurde er freigelassen. Seine persönlichen Briefe von Hitler hatte er in einem Lederetui hinter einem Stein im Keller seines Hauses in Eferding versteckt.

Literatur

  • August Kubizek, Adolf Hitler, mein Jugendfreund, Leopold Stocker Verlag, Graz, 1953
  • August Kubizek, Adolf Hitler. Histoires vécues du temps présent, französische Übersetzung von R. Depauw, Editions Atlanta, Kontich, 1976.
  • Brigitte Haman, Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators, Piper, München, 1996.