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| Ort | |||
| Zustand | |||
| Landbezirk | Rhein-Hunsrück-Kreis | ||
| Gemeinde | Boppard | ||
| Koordinaten | 50° 12′ N, 7° 38′ O | ||
| Allgemeines | |||
| Oberfläche | 4,2 km² | ||
| Einwohner(30.06.2015) | 2.440 (581 Einwohner/km²) | ||
| Höhe | 95 m² | ||
| Andere | |||
| Postleitzahl | 56154 | ||
| Vorwahl | 06742 | ||
| Webseite | http://www.bad-salzig-am-rhein.de/ | ||
| Fotos | |||
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Der Ort Bad Salzig ist einer von zehn Ortsbezirke des am linken Ufer des Rhein gelegene Gemeinde Boppard. Die Kurstadt Bad Salzig hat ca. 2.600 Einwohner. Bis zum 31. Dezember 1975 war Bad Salzig eine selbstständige Gemeinde; heute gehört der Ort zur Gemeinde Boppard.
Geschichte
Bad Salzig liegt auf einem historischen Römerstraße, die entlang des Rheins von Mainz über Koblenz nach Köln führte. Ein Ort namens . erscheint in einem römischen Verzeichnis aus dem Jahr 215 Salison ob sich dies auf Bad Salzig bezieht, ist aber nicht ganz sicher. Im Jahr 1859 wurden zwei römische Meilensteine aus dem 3. Jahrhundert im Rhein ausgegraben; sie sind jetzt im LVR-LandesMuseum Bonn zu Bonn.
Der aufgeführte Ort salzachu in einer Tür König Konrad I ausgearbeitete Schenkungsurkunde an die Abtei Heilige Ursula zu Köln (Genehmigt von Erzbischof Hermann I. von Köln 922) gilt als die erste urkundliche Erwähnung von Bad Salzig.
In den folgenden Jahrhunderten blieben die Orte rund um Boppard frei, bis König Heinrich VII erwarb das Gebiet und übergab es 1327 seinem Bruder, Erzbischof Balduin von Trier. Ende des 15. Jahrhunderts kam es zu einem gescheiterten Aufstand der Salzig gegen die Herrschaft von Keur-Trier.
Bad Salzig erlitt während der Besetzungen im Dreißigjähriger Krieg (1618-1648), beim Einmarsch der Truppen von Ludwig XIV. von Frankreich im Rheinland (1688-1689) und in der französischen Zeit (1794-1814).
Nach dem Wiener Kongress die Geschichte von Bad Salzig deckt sich mit der des PreußischRheinprovinz (1822).
Wichtig für die Entwicklung von Bad Salzig war die Eröffnung des Kurbades im Jahr 1907. Die Salz-Schwefel-Quellen waren seit dem 18. Jahrhundert bekannt, aber Theodor Hoffmann gelang es als Erster, das Wasser zu bohren, nachdem er das Gelände 1899 errichtet hatte. gekauft hatte. In 449 Metern Tiefe konnte nach mehreren Versuchen 28 °C warmes Thermalwasser gefördert werden. Salzig trägt nur noch den Zusatz „Bad“ von 1925. Seit 2003 steht am Eingang des Kurparks ein Denkmal für den Initiator.
Wein- und Obstanbau
Wie an vielen anderen Orten am Mittelrhein wird in Salzig traditionell Wein produziert. Ein Inventar des Kurfürstentums Trier zählte im 18. Jahrhundert 400.000 Rebstöcke. Es wurde Rot- und Weißwein hergestellt. Das Traubenblattlaus im 19. Jahrhundert wurde der Weinbau in Bad Salzig jedoch zerstört und konnte sich nicht mehr erholen. Sie wechselten dann zum Obstanbau, insbesondere zum Kirschanbau. Die Blüte der Kirschbäume im Frühjahr rund um das Dorf ist jedes Jahr eine Touristenattraktion. Entlang der Wanderwege durch die Kirschplantagen sind die verwitterten Mauern der Weinberge noch erkennbar.
Spa
Als Kurort hat sich Bad Salzig einen Namen gemacht. Das Heilwasser aus der kohlensäurehaltigen Leonorenquelle wurde zum Trinken von Medikamenten verwendet. Die gleichzeitig gebohrte Barbara-Bohrung war 280 Meter tief, ist aber jetzt verlandet. Der notwendige staatliche Schutz für den Leonorenbrunnen lief 2004 aus und die Regierung zeigte kein Interesse an einer Verlängerung. Nachdem der Brunnen jahrzehntelang verstopft war und wenig Wasser herauskam, wurde der Besitzer, der Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz, Brunnenreinigung im Jahr 2011. In einer Tiefe von 217 Metern wurde eine Blockade entfernt. Seitdem produziert die Quelle wieder 3000 Liter pro Stunde (vorher waren es 400 Liter).
Die Klinik mit 178 Betten für gastroenterologisch, onkologisch und psychosomatische Störungen verschreibt das Trinken von Medikamenten aus dem Quellwasser nicht mehr.
Zur Kuranlage gehört auch das historische Badehaus mit der ehemaligen Trinkhalle. Hier kann das nicht mehr therapeutisch genutzte Quellwasser der Leonorenbron von Besuchern probiert werden.
Monumente
- Zum Weilerer Straße steht die hohe neugotische römisch-katholische Pfarrkirche St. Egidius. Neben der Kirche befindet sich das ebenfalls monumentale Pfarrhaus.
- Der Bahnhof von 1937 befindet sich in Am Bahnhof beherbergt seit 2008 ein Heimatmuseum.
- Zum Bopparder Straße ist eine Kreuzigungsgruppe aus dem 19. Jahrhundert.
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