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EIN Badekutsche ist ein Karren mit zwei oder vier Rädern, um Badegäste ins Meer zu fahren.
Der Badewagen stammt aus dem viktorianischen 19. Jahrhundert. Badegäste - insbesondere Frauen - konnten in die Kutsche umsteigen, da die Kutsche in tiefes Wasser gefahren wurde. Die Kutsche wurde mit der Einfahrt vom Strand abgewandt gedreht. Dies ermöglichte es den Benutzern, unbeobachtet ins Wasser zu gehen. Trotzdem wurden Badeanzüge getragen, die fast den ganzen Körper bedeckten.
Entlang der Küsten Englands, Deutschlands, der Niederlande und Belgiens gab es Badekutschen im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Karren hatte ein Leinenverdeck oder eine Holzhütte mit einer Tür nach hinten. Im Inneren befanden sich zwei Bänke, ein Spiegel, Kleiderhaken und eine Luftpolsterschnur. Letztere war notwendig, um dem Kutscher zu melden, dass sie zum Strand zurückgefahren werden konnten, da der Kutscher natürlich nicht hinsehen durfte.
Die Badekutsche wurde meist von einem Pferd gezogen, oft aber auch von Badebediensteten oder Badefrauen, wie es damals Brauch war Norderney. Entlang der Ostsee hatten Badewagen meist zwei Räder, an der Nordseeküste vier. Sie tauchten erstmals 1778 an der Nordseeküste auf Blankenberge. Dies war eine britische Initiative. Die Kutschen erschienen 1797 auf Norderney. In Scheveningen die ersten Badewagen wurden 1818 gesehen und in Domburg erstmals 1834. Für die Wartenden an den Waggons wurden manchmal kleine Wartesäle eingerichtet, auf Norderney musste eine Nummer gezogen werden, wenn viel los war.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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