WikiDer > Barabbas-Dialoge
Aulis Sallinen komponierte die Barabbas-Dialoge Opus 84 2002-2003.
Die Komposition wurde vom Festival in . in Auftrag gegeben Nnumeri, Finnland. Sallinen wurde zu dieser Arbeit teilweise dadurch inspiriert, dass (genau wie in den Niederlanden für die Niederländer) eine neue Bibelübersetzung für die Finnen fertig war. Die Finnen sind überwiegend lutherisch. Normalerweise steht Dialog für einen Dialog, hier steht er auch für den Einfluss, den zwei Menschen aufeinander ausüben. Für die Beschreibung der Hauptfigur und der Geschichte wird verwiesen auf barabbas.
Komposition
Die Arbeit ist geschrieben für:
- Bariton (Barabbas)
- Mezzosopran (die Frau)
- Bassbariton (Judas)
- Sopran (das Mädchen)
- Tenor (der junge Mann)
- ein Erzähler (einer von zwölf)
- Akkordeon, Violine, Cello, Flöte, Klarinette, Schlagzeug und Klavier
Die Dialoge sind nummeriert:
- Nocturne (Frau und Barabbas)
- Ostern I (Judas und einer der Zwölf)
- Ostern II (Barabbas und einer der Zwölf)
- Ostern III (Judas und einer der Zwölf)
- Pas de deux (Mädchen und Jugend)
- Passacaglia (Frau, Barabbas, Mädchen und Jugendliche)
- Finale (alle)
Die finnischen Texte beziehen sich größtenteils auf die Bibel entlehnt, aber auch aus Gedichten des Schriftstellers Lassi Nummic und Aulis Sallinen selbst.
Die Musik klingt am Anfang besonders düster und ab und zu ist die Besetzung so klein, dass sie eins zu eins spielen (Gesang versus Instrument). Die Musik klingt sicherlich wie eine Komposition aus dem 20. Jahrhundert, aber auch wieder recht traditionell. Im Gegensatz zu dieser fast romantischen Musik verleiht das Finnische mit seinen vielen scharfen Klängen (viele "Autsch") dem Werk einen nagenden Charakter für Leute, die an diese Sprache nicht gewöhnt sind. Außerdem bleibt es besonders, ein Akkordeon in einem klassischen Werk zu finden, das Instrument ist bei den Finnen sehr beliebt.
Die 54-minütige Komposition ist schwer einzuordnen. Auf die Frage, was es genau ist, a Liederzyklus, ein Oratorium, ein Kantate, Musiktheater oder etwas anderes, erwiderte Sallinen, es sei ein Kunstwerk und es sei ihm nicht wichtig, ob es sich als etwas einordnen ließe, würde die Geschichte erzählen.
Sallinen extrahierte aus dieser Komposition sein späteres Kammermusik V.
Quelle
- CPO freigeben