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Bernard Willem (Ben) Wierink | ||||
Selbstporträt von Ben Wierink von 1889 | ||||
| persönliche Daten | ||||
| Geboren | Amsterdam, 4. Januar 1856 | |||
| Verstorben | Amsterdam, 19. Februar 1939 | |||
| Beruf(e) | Künstler; Illustrator; Zeichner; Designer | |||
| RKD-Profil | ||||
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Bernard Willem (Ben) Wierink (Amsterdam, 4. Januar1856 - Dort, 19. Februar1939) war ein Holländer Zeichner, Maler und Designer von Schmuck und Spielzeug.[1] Er gehörte unter anderem Nelly Bodenheim, Wilhelmina Drupsteen und Rie Cramer an die ersten niederländischen Künstler um 1900, die nach künstlerischen Prinzipien ästhetisch ansprechende Bilderbücher für Kinder schufen.[2] Höhepunkte seiner Arbeit als Illustrator sind Pims Puppen (1898), Jan Klaassen (1903) und die mittelalterliche Geschichte von Reinaert de Vos (1910) in einer Adaption von Stijn Streuvels. Er arbeitete auch im Bildungsbereich, zunächst als Lehrer, später als Regisseur. Er entwickelte eine Reformzeichenmethode für den Grundschulunterricht.
Leben und Arbeiten
Wierink wurde zunächst zum Lehrer ausgebildet, arbeitete dann aber als Zeichner im Architekturbüro von P.J.H. Cuypers, wo er bei den Plänen für das neue Amsterdam mitgewirkt hat Rijksmuseum, während dieser Zeit erhielt er seinen MO-unterschreiben. Von 1879 bis 1881 war er Lehrer bei der von Cuypers gegründeten Schule für Angewandte Kunst Quellinus Amsterdam. 1881 folgte er seinem Lehrer und Freund H.C. Dekker als Kunstlehrer an der Stadt Amsterdam Kindergarten für Lehrer und Lehrer und er würde dies vierzig Jahre lang zusätzlich zu seinen anderen Pflichten tun. Von 1888 bis 1929 war er Direktor der Industrieschule der Gesellschaft des Arbeitsstandes. Er saß auch in verschiedenen Ausschüssen und Gremien. Und war er unter anderem Lehrer von Hermann Bernard Dieperink, Jan Fekkes, Friedrich de Graaf, Patricq Kroon, und Carel Adolph Löwen-Cachet.
Ben Wierink schrieb verschiedene Artikel und Bücher über die Zeichenausbildung. Und er entwickelte eine Reformzeichenmethode für den Grundschulunterricht. Er veröffentlichte es 1908 als Kein Tag ohne Linie. Diese Methode basierte mehr auf den neuen Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie und weniger auf der traditionellen Praxis der traditionellen Erziehung, wie es bis dahin üblich war. Dies bedeutete jedoch nicht, dass Kinder mit dieser Reformzeichenmethode frei in der Schule zeichnen durften oder Fantasie zeichnen durften, denn wierinks Methode war zu sehr eingebettet in die Neue Kunst. Es würde mindestens bis etwa 1930 dauern, bis das hier und da erlaubt war.[3]
Außerdem malte Wierink Gemälde und Diagramm, (wie Lithographie's und Holzschnitte von Tieren). Er illustrierte Bücher, Batik und gestaltete Drucksachen, Bindungen, Schmuck und Spielzeug.
Bekannte Highlights in seinem Oeuvre sind Pims Puppen (1898) und Jan Klaassen (1903). Unter dem Pseudonym Onkel Ben schrieb und illustrierte er diese beiden Bilderbücher für Kinder. Text und Bild wurden gemeinsam auf einer Lithographie gestaltet. Er achtete sehr auf das Gesamtbild. Ein weiteres prestigeträchtiges Projekt von Ben Wierink war die Illustration von Stijn Streuvels Adaption der mittelalterlichen Geschichte von Reinaert de Vos (1910). Unter dem Einfluss der Kunst- und Handwerksbewegung seine freien zeichnungen platziert er zusammen mit dem text in einen engen rahmen aus stilisierten blumen und tieren, so dass auch hier eine visuelle einheit von text und bild entsteht.[4] In den Niederlanden waren Anthony Derkinderen und Theo van Hoytema ist ihm damit schon vorausgegangen.
Literaturverzeichnis
Illustrierte Bücher mit Text.
Diese Bücher erschienen unter dem Pseudonym Onkel Ben.
- 1898 - Pims Puppen. Ein Sehmärchen für seine Freundinnen & Freunde (H. Gerlings) Digitale Version
- 1903 - Jan Klaassen (J.M.Schalekamp) Digitale Version
Bildbände Book
- 1900 - In den Wäldern der Deutschen. historische Geschichte, Autor E. Molt. (Idee)
- 1900 - Roderik. Historische Geschichte aus der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts, Autor E. Molt. (Idee)
- 1901 - Alewijn, der Leibeigene. Historische Geschichte aus dem 12. Jahrhundert, Autor E. Molt. (Idee)
- 1902 - Dieryc, der Zimmermann. Historische Geschichte aus der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts, Autor E. Molt (Idema)
- 1902 - Eine Falknerei auf Schloss Brederode. Historische Geschichte aus dem Jahr 1349 Autor E. Molt (Idema)
- 1903 - Der Einsiedler im Wald von Glenchon. Historische Geschichte aus dem Jahr 1225, Autor E. Molt. (Idee)
- 1903 - Der letzte Kampf. Historische Geschichte aus der Zeit der Hoeksche- und Kabeljauwsche-Streitigkeiten, Autor E. Molt. (Idee)
- 1905 - Gastgeber Bruneels. historische Geschichte, Autor E. Molt. (Idee)
- 1905 - Die Seite der Gräfin Hilswinde. Historische Geschichte Autor E. Molt. (Idee)
- 1910 - Reinaert de Vos, eine Anpassung von Stijn Streuvels. (L.J.Veen)
Bücher
- 1906 - Niederländische Bilderbücher. In: Katalog zur Ausstellung Kind und Kunst, zusammengestellt von der Kommission für Malerei und der Kommission für Architektur und Industriekunst im Januar 1906 im Stedelijk Museum, Amsterdam. (Stadtmuseum), S. 15-23. Digitale Version
- 1908 - Kein Tag ohne Linie. Bericht über die Zeichenausbildung in der Grundschule. (Van Rossen)
Sekundärliteratur
- Saskia de Bodt [et al.], Bernard Willem Wierink 1856-1939 (Drents Museum, 2009) Edition anlässlich der Ausstellung Made in Artis : Grafiken und Bilderbücher des Amsterdamer Künstlers B.W. Wierink (1856-1939)
- Jeroen Kapelle, Bernard Willem Wierink (1856-1939), Büchersendung 17 (2009), Nr. 102 (Juli/August), S. 17 4-5
Externer Link
- Ben Wierink Bei der Digitale Bibliothek für niederländische Literatur (dbnl) (darunter unter anderem Pims Puppen und Niederländische Bilderbücher)
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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