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Berkemeyer
Stillleben von Willem Claesz. heda mit Stand rummer und links ein liegender Berkemeyer

Das Berkemeyer ist eine Art Trinkglas, das aus einem breiten, zylindrischen hohlen Stiel und einem trichterförmigen Kelch besteht.

Die Form leitet sich von einem hölzernen Trinkbecher ab, der aus einem dicken Birkenzweig oder Berkemei, und auch die Noppen am Stiel des Glases verweisen auf die knorrigen Seitenäste. Andere meinen, die Noppen seien ein Mittel, um den Halt auf dem Glas zu verstärken, dies war wichtig, weil Gabeln zu dieser Zeit noch keine gängige Ware waren und die Hände des Essers oft fettig und rutschig waren.

Der Berkemeyer ist verwandt mit dem rummer, aber letzterer hat einen konvexen Kelch.

Berkemeyer-Gläser wurden ursprünglich seit dem 15. Jahrhundert in Deutschland hergestellt. Sie werden auch heute noch hergestellt. Das Originalmaterial hieß Waldglas, da sich die Glasöfen in ausreichend bewaldeten Gebieten befanden Holzkohle war verfügbar. Dieses Glas hatte eine grünliche Farbe aufgrund von Verunreinigungen durch Eisenverbindungen.

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