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Bewariër

Verwalter ist ein verschmelzen des Verbs behalten und des Substantivs arisch.[1] Es bezieht sich auf Niederländer, die während der Zweiter Weltkrieg die Besitztümer von juden für sie aufbewahrt. Nachdem Juden von den Deutschen zusammengetrieben und verschleppt worden waren, Hausraterfassung dafür sorgen, dass die Habseligkeiten dieser Juden entfernt wurden. Nichtjüdische Niederländer versuchten oft, oft unter großem Risiko für sich selbst, Besitztümer vor der Hausraterfassung erfolgte zur Sicherung.

Das Konnotation des Konzepts ist kompliziert. Presser (S. 197) stellt fest, dass "einige [Verwahrer] später [die Besitztümer] mit großer Pünktlichkeit zurückgaben, aber andere - und leider nicht wenige - konnten oder wollten nicht".[2] Aus Pressers Schilderungen des Phänomens kann auch geschlossen werden, dass die Niederländer, die Waren für den Eigenbedarf mitnahmen, ohne die Absicht, sie jemals an die jüdischen Besitzer zurückzugeben, dies damit legitimierten, dass sie die Waren aus den Händen der Nazi-Regime gehalten.

Aus jüdischer Sicht ist das Konzept aufgeladener. Da (ein Teil) des Hausrats während der Besatzungszeit oft verschwunden oder nicht mehr auffindbar war, hatten nach dem Krieg zurückgekehrte Juden oft die Vorstellung, dass sie sowohl von den Deutschen als auch von den Niederländern benachteiligt worden waren.[2]

Ein Beispiel dafür ist von Marga Minco autobiographisch beschrieben in "Die Adresse". 2019 erhielt sie den dit Oeuvre-Preis des PCs Hooft-Stiftung.[3]