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Blindschaken

Blindschach (nicht zu verwechseln mit Blindenschach) ist eine Form von Schach bei dem mindestens einer der Spieler weder das Brett noch die Figuren benutzt, sondern alle Züge auswendig macht und dem Gegner mitteilt. Die gegenwärtigen Meister und Großmeister fast alle können Blindschach spielen, manche sogar blindgleichzeitig etwa fünf oder mehr Parteien gleichzeitig. Sie erinnern sich an bestimmte logische Muster des Spiels und nicht an einzelne Positionen.

Die Spieler sagen sich gegenseitig mündlich, welche Züge sie machen. Nach den FIDE-Regeln erfolgt dies in deutscher Sprache, der Schiedsrichter kann aber auch eine andere Sprache vorgeben.

Ein Schachspieler, der für sein blindes Simultan bekannt ist, war Francois Philidoro. Das BelgierSchachspielerGeorge Koltanowski darauf spezialisiert. Koltanowski spielte 1937 in Edinburgh gegen 34 Gegner. Nach 13½ Stunden hatte er 24 Spiele gewonnen und 10 unentschieden gespielt. Dies wird allgemein als Rekord angesehen. Spätere Ansprüche haben sich als nicht überprüfbar erwiesen.[1]

Ein bekanntes Turnier, bei dem Blindschach gespielt wird, ist das jährliche Bernsteinturnier.

In der UdSSR wurden 1930 aus gesundheitlichen Gründen simultane Blindschachturniere verboten. Es wäre nicht gut für den Geist, sich so viele Zeichen auf einmal wie möglich zu merken.

Siehe auch