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Boim Kapel
Boim-Kapelle (Lemberg)
Boim-Kapelle
PlatzLemberg
Koordinaten49° 50′ N, 24° 2′ O
Eingebaut1609-1615 (oder 1617)
Die Architektur
Architekt(e)Andreas Bemer
StilperiodeManierismus
Detailkarte
Boim-Kapelle (Ukraine)
Boim-Kapelle
Portal  Portalsymbol  Christentum

Das Boim-Kapelle (ukrainisch: Каплиця Боїмів), auch: Gethsemane-Kapelle, ist ein bedeutendes Denkmal der sakralen Architektur der Spätrenaissance in der ukrainisch Stadt Lemberg. Die Kapelle ist vom Verfall bedroht; Spendenkampagnen versuchen, Geld zu sammeln, um die Kapelle zu retten.

Geschichte

Die Kapelle wurde in den Jahren 1609-1615 als Grabkapelle auf dem Friedhof (im 19. römisch katholisch Lemberger Dom. Der Kunde war das Original ungarisch Patrizier György Boim. Insgesamt wurden 14 Mitglieder der Familie Boim beigesetzt.

Die Verwaltung der Kapelle wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von der Familie auf den angrenzenden Dom übertragen. Der Bau der Kapelle wird Andreas Bemer zugeschrieben und ist eines der wichtigsten Beispiele für manieristisch Architektur in Mitteleuropa.

Beschreibung

Die Kapelle wurde auf einem quadratischen Grundriss errichtet. Es besitzt a Kassettenkuppel auf einen tambour mit pendent. Auf der Kuppel ist a Laterne gekrönt mit einem Kreuz und einem Bild von Christus als Mann der Schmerzen. Ursprünglich wurde die Kapelle freistehend gebaut, aber im 19. Jahrhundert wurde an der Südseite eine Häuserzeile errichtet.

An der Ostfassade, die von fünf Pilastern geteilt wird, befinden sich Porträts von George Boim und seiner Frau Jadwiga (Hedwig), die 1617 von Giovanni Gianni gemalt wurden. An der Nordwand sind Fresken von Christus und der Jungfrau Maria. An der Seitenwand des achteckigen Tambours befindet sich ein Flachrelief von Heiliger Joris den Drachen bekämpfen. Die reich verzierte Westfassade ist ein Werk von Johann Scholz. Die oberste Etage zeigt Szenen aus der Geschichte der Leidenschaft: Geißelung Jesu, Kreuzweg, Kreuzigung und Kreuzabnahme.

Die Innenausstattung stammt hauptsächlich von Hans Pfister. Die Kassetten der Kuppel sind mit Skulpturen gefüllt. Der Altar besteht aus drei horizontalen Reihen und reicht bis zur Kuppel. Die Statuen wurden meist aus Kalkstein geschnitzt, weiter oben wurde mehr Stuck verwendet. Es gibt auch Fragmente aus schwarzem Marmor und weißem Alabaster. Das untere Gesims wird von Statuen von vier Propheten getragen. Die Türen wurden mit Intarsien und dekorativen Beschlägen verziert.

An der Südwand sind die Epitaph, die von Hans Pfister aus Marmor und Alabaster gefertigt wurden. Über der Eingangstür hängen die Porträts von George Boim und seinem Sohn Paul, die nach dem Tod seines Vaters die Kapelle weiterbauten.

Bilder

Siehe die Kategorie Kapelle der Familie Boim von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema.

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