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Boschendal ist ein Landhaus und Wein- und Obstunternehmen in der südafrikanisch Platz Franschhoek in dem Gemeinde Stellenbosch.
Das heutige Gut Boschendal besteht aus zwei Gütern, nämlich dem im Jahre 1690 an die Hugenotten- Nicolas de Lanoy (oder De la Noy) und das angrenzende Boschendal, das 1713 dem Hugenotten Jean le Long verliehen wurde. Beide Farmen waren 60 Morgen groß. Nach Le Longs Tod 1715 kaufte Abraham de Villiers, ebenfalls Hugenotte, Boschendaal, nachdem er zuvor den von Nicolas de Lanoy gegründeten Hof gekauft hatte. Danach wurden die beiden Betriebe zusammengelegt. 1717 verkaufte Abraham de Villiers den Hof an seinen Bruder Jacques. Dieser Jacques de Villiers muss das erste interessierte Haupthaus auf diesem Anwesen gebaut haben. Möglicherweise war dieses Haus T-förmig. Bei jüngsten Ausgrabungen wurden die Fundamente eines T-förmigen Hauses 1 Meter unter dem Boden des heutigen Hauses gefunden. Der Überlieferung nach enthielt die Fassade dieses Vorgängers die Jahreszahl 1746.
Nach dem Tod von Jacques de Villiers lebte seine Frau in Boschendal, bis sie es 1738 wie damals üblich ihrem jüngsten Sohn Jean oder Jan übergab. Dieser Jan war zweimal verheiratet und hatte eine riesige Familie. Sein zwanzigstes Kind, Paul de Villiers, wurde 1807 Eigentümer von Boschendal und ließ es um 1812 in seine heutige Form umbauen: ein H-förmiges Haus mit Zierfassaden vorne und hinten und Giebeln an den Enden der vier Flügel . An diese Renovierung erinnern die Jahreszahl 1812 und die Initialen von Paul de Villiers und seiner Frau Anna Susanna Louw oben an der hinteren Fassade (siehe Bild links). Die beiden Zierfassaden sind bis auf die Kanten fast identisch. Um das ganze Haus herum ist ein Bürgersteig (Plattform), die im Nordwesten fast ebenerdig ist, während im Südosten eine siebenstufige halbrunde Treppe erforderlich ist, um sie zu erreichen. Bis auf einen Anbau in einem der Nebenhöfe ist das Äußere des Hauses seitdem unverändert geblieben. Auch der Innenraum ist nahezu intakt. Im Haus gibt es eine schöne, durchbrochene Teak und gelbes Holz Trennwand und ein bemaltes een Friesisch.
Die Nebengebäude (Sklavenhaus, Remise und Weinkeller) auf beiden Seiten der Auffahrt parallel verlaufen. Das Kutschenhaus und Weinkeller beide besitzen neoklassizistisch Zierfassaden aus dem Jahr 1802, die sich genau gegenüberliegen (siehe Bild rechts).
Der Komplex blieb bis 1879 im Besitz der Familie De Villiers. Gekauft im Jahr 1897 Cecil Rhodos es. Heute gehört Boschendal der Firma Rhodes Fruit Farms. Dieses Unternehmen hat es vor kurzem vom Architekten G.T. Fagan. Das Weingut produziert noch heute Wein und Obst. Die Remise wird heute als Restaurant genutzt. Im Haupthaus befindet sich ein Museum mit Gemälden und Kunsthandwerk.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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