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Brandon Mayfield (Coos Bay, 15. Juli1966) ist ein US-amerikanischer Anwalt aus dem Bereich Portland im Staat Oregon. Obwohl er als Amerikaner geboren wurde, konvertierte er später zum Islam.
Auf 6. Mai2004 war er bei der FBI - nach längerer 24-Stunden-Beobachtung - Festnahme wegen des Verdachts der Beteiligung an der Al-KaidaBombenanschläge in Madrid. Die Festnahme erfolgte nicht als Verdächtiger, sondern als materieller Zeuge (wichtiger Zeuge). Diese Methode dient der vorübergehenden Festnahme einer Person zur Vorbereitung einer Anhörung eines Große Jury, aber unter dem Patriot Act seine Verwendung wurde so weit ausgeweitet, dass eine Person ohne Anklageerhebung, Gerichtsverfahren oder Kaution auf unbestimmte Zeit inhaftiert werden kann. Darüber hinaus erhielt Mayfield a Maulkorb (Schweigepflicht), damit er nicht einmal versuchen konnte, seine Unschuld zu beweisen.
Die Grundlage für all dies war, dass in Madrid auf einer Plastiktüte mit Sprengstoff a Fingerabdruck wurde gefunden. Das FBI behauptete, es sei ein perfekter Druck, aber es stellte sich später heraus, dass es sich nur um einen Teildruck handelte. Die digitale Kopie davon lieferte eine Identifizierung mit Mayfields Fingerabdrücken im FBI-Suchsystem. Dies war umso bemerkenswerter, als der Mann die USA seit Jahren nicht mehr verlassen hatte – sein Pass war seit einiger Zeit abgelaufen –, obwohl das FBI sich nicht die Mühe machte, dies zu überprüfen. Sie versäumten es auch, die Identität anhand des ursprünglichen Fingerabdrucks zu überprüfen, was nicht zu ihrem normalen Verfahren gehörte. Die Polizei in Madrid stellte die Identität des FBI von Anfang an in Frage und bewies schließlich Mayfields Unschuld, indem sie den Fingerabdruck einem Algerier zuordnete. Nach 17 Tagen Gefängnis wurde Mayfield freigelassen und das FBI erhielt vom Richter, der die Freilassung anordnete, eine für amerikanische Verhältnisse sehr ungewöhnliche Gestrüpp.
Die Mayfield-Affäre hat in den USA eine Reihe wichtiger Fragen aufgeworfen. Erstens war die Motivation des FBI, Mayfield zu begleiten, dass er eine bestimmte Moschee besuchte, in der andere vom FBI als verdächtig eingestufte Personen ebenfalls beteten. Die Frage ist, ob das nicht so ist Diskriminierung auf der Grundlage der Religion. Darüber hinaus hat sich der digitale Umgang mit Fingerabdrücken als wenig narrensicher erwiesen und das FBI verlässt sich seit einiger Zeit vollständig auf diese Methode und behauptet, dass ihre Identifizierung zu 100% zuverlässig wäre. Die Frage ist, ob mehr Menschen unschuldig inhaftiert sind. Schließlich nutzt man die Fähigkeit, jemanden als wichtigen Zeugen in den Augen vieler festzuhalten Menschenrechtsaktivisten eine völlige Aufhebung aller Grundsätze eines ordnungsgemäßen Rechtsverfahrens.