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Bremergroen
Kupfer(II)-hydroxid

Bremergrün (ebenfalls: Bremer Blau) ist der Name von a Pigment, größtenteils bestehend aus Kupfer(II)-hydroxid, Cu(OH)2. Verwirrenderweise werden die Namen Bremergroen oder Bremerblauw auch für synthetische verwendet Kupfercarbonat.

Das Pigment wurde hergestellt von Kupfer(II)sulfat (Kupfervitriol) und Ätznatron miteinander zu reagieren. Manchmal wurde das Ganze mit erstellt Leinsamenöl. Es wurde übrigens seit der Antike geschaffen. Von 1760 industrielle Fertigung fand vor allem in Farbmühlen. Hersteller Nicolaus Kulenkamp produziert das Pigment in . seit 1778 Bremen, daher der Name. Der Stoff war relativ günstig.

Bremergrün wurde als grün-blaue Wandfarbe verwendet und in Form von Kleber Farbe, dekorative Farbe, speziell für Theaterkulissen. In beiden Fällen färbte es eine größere Kalkmasse, weshalb es auch "Kalkblau" genannt wurde. Der Schatten ist ziemlich gesättigt. Auch hölzerne Schiffswände wurden damit gestrichen, um Verschmutzungen zu vermeiden. Im Ölgemälde das Pigment wurde wenig verwendet; mit Leinöl vermischt, bildete sich durch Verseifung innerhalb eines Tages eine grüne Glasur. Neben der Giftigkeit der Substanz bestand der Nachteil darin, dass sich das Grün im Laufe der Zeit bläulich verfärbte. Auch aus diesem Grund verfiel das Bremergroen und wurde rundherum geschlossen 1830 ersetzt durch die sog Kanalgrün. Die Produktion wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts vollständig eingestellt. Was derzeit unter dem Namen „Bremer Blau“ vermarktet wird, besteht aus einer Mischung eines organischen Blaupigments mit Weiß. Es hat mit dem Originalpigment gemeinsam, dass es sich schnell verfärbt.

Bremergrün ist schlecht lichtecht. Es kann mit schwefelhaltigen Pigmenten reagieren und unter dem Einfluss von Luftverschmutzung nachdunkeln. Es ist glasiert. Das Färbevermögen des Stoffes ist gering. Es ist kalkhaltig. Es Farbindex-Konstitutionsnummer ist 77404. Es ist giftig.