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Carlo Matteucci (forlì, 21. Juni 1811 – Ardenza, 25. Juni 1868) war ein Italienisch Physiker und Neurophysiologe. Er war ein Pionier der Bioelektrizitätsforschung. Nach ihm ist ein Physikpreis benannt, der Matteucci-Medaille; er selbst gewann die 1844 Copley-Medaille.
Biografie
Carlo Matteucci wurde in Forlì als Sohn des Arztes Vincenzo Matteucci und Chiara Folfi geboren. Er studierte von 1825 bis 1828 Mathematik an der Universität Bologna und promovierte dort 1829. Anschließend studierte er bis 1831 an der Ecole Polytechnik in Paris. Nach seiner Rückkehr nach Italien studierte er in Bologna (1832), Florenz, Ravenna (1837) und Pisa.
Matteucci war Leiter des Labors am Krankenhaus Ravenna und wurde Physikprofessor an der örtlichen Hochschule. 1840 auf Empfehlung von François Arago, seinem ehemaligen Lehrer an der École Polytechnique, beim Großherzog der Toskana, erhielt Matteucci eine Stelle als Professor für Physik an der Universität Pisa.
Inspiriert von der Pionierarbeit von Luigi Galvanic zur Bioelektrizität begann Matteucci ab 1830 eine Reihe von Experimenten, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1868 fortführen sollte Galvanometer von Leopoldo Nobilic er konnte zeigen, dass stimuliertes biologisches Gewebe elektrische Gleichspannungen erzeugen kann und diese durch Reihenschaltung von 'Elementen' erhöht werden können, wie in Alessandro Volta's elektrische Säule. So konnte Matteucci einen "rheoskopischen Frosch" entwickeln, indem er den eingeschnittenen Nerv eines Froschschenkels und den daran befestigten Muskel als eine Art empfindlichen Elektrizitätsdetektor nutzte. Seine Arbeit im Bereich Bioelektrizität beeinflusste die Forschung von Emil du Bois-Reymond, ein Schüler des deutschen Physiologen Johannes Peter Müller, in Berlin. Er duplizierte Matteuccis Experimente und entdeckte die Aktionspotentiale in die Nerven.
Ab 1847 beteiligte sich Matteucci aktiv an der Politik und wurde 1860 zum italienischen Senator gewählt, ungefähr zur gleichen Zeit wie er zum Generalinspekteur des italienischen Telegraphendienstes ernannt wurde. Zwei Jahre später, 1862, wurde er im Kabinett Rattazzi I. zum Bildungsminister ernannt. Er starb 1868 in Ardenze bei Livorno.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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