WikiDer > Christiane Ensslin

Christiane Ensslin

Christiane Ensslin (Bartholomäus, 1939Köln, 20. Januar2019) war ein Deutsche Feministin und Aktivistin. Sie arbeitete elf Jahre lang bis 2003 am Hamburger Institut für Sozialforschung.

Kindheit

Christiane Ensslin wurde im Dorf geboren Bartholomäus im Baden-Württemberg, Deutschland. Ihr Vater Helmut war Pfarrer der Evangelische Kirche in Deutschland. Sie waren mit 7 Kindern zusammen, einschließlich ihrer Schwester Gudrun Ensslin. Gudrun war eine der Gründerinnen der RAF. Gudrun wurde im Juni 1972 festgenommen und am 18. Oktober 1977 in Stuttgart erhängt in ihrer Gefängniszelle in Hamburg aufgefunden. In ihrer Familie wurde oft über die sozialen Ungerechtigkeiten der Welt gesprochen, was die beiden Schwestern sicherlich beeinflusst hat. Christiane war rebellischer und Gudrun war ruhiger.

Lebenszyklus

Christiane war ganz anders als ihre Schwester und lebte für Frauenrechte, Feminismus und schreibt für ein feministisches Magazin. Um 1977 half Christiane bei der Gründung der Zeitschrift EMMA. Die Schwestern teilen eine gemeinsame moralische Empörung über Deutschlands Vergangenheit und Gegenwart, aber ihre Auffassung, wie man auf diese Empörung reagieren soll, zieht sie in entgegengesetzte Richtungen. Als Gudrun im Gefängnis sitzt, solidarisieren sich Christiane und ihr Bruder Gottfried mit Gudrun. Das beweisen die Briefe 1972-1973 zwischen Gudrun, Gottfried und Christiane, die 2005 in einem Buch erschienen sind. Nach dem Tod ihrer Schwester Gudrun ist Christiane von diesem Ereignis besessen. Ihre persönlichen und politischen Aktivitäten werden völlig neu geordnet. Alle Aktivitäten von Christiane zielen fortan darauf ab, aufzudecken, wie es zu diesem politischen Verbrechen kam. Christiane arbeitete zehn Jahre mit Franz Greno als Korrektorin, Lektorin und Verlegerin zusammen (Das Buch zum Film: Rosa Luxemburg von Margarethe von Trotta), schrieb 1987 den Aufsatz „Alle Kreter lügen. Zu dieser Zeit lernte sie ihren lebenslangen Partner kennen, den Sozialwissenschaftler Klaus Jünschke, der 16 Jahre im Gefängnis verbrachte und ehemaliges Mitglied der RAF ist. Er hat auch einen Beitrag im „blinden Fleck“ geschrieben. Nach der Insolvenz des Greno Verlags arbeitete Christiane für den Filmarbeiterverband und anschließend (1992-2003) als Archivarin am Hamburger Institut für Sozialforschung. Während dieser Zeit mussten sie und ihre Freundin, die Journalistin Gita Ekberg, im Gefängnis von Santa Fu Gefängnisarbeit leisten. 1993 erschien der Aktionsleitfaden gegen Rassismus, und Christiane machte Werbung für Hubertus Beckers Buch: Die Niederlage der Gefängnisse. Fast vierzig Jahre lang half Christiane bei der Betreuung der Häftlinge. Sie ist Initiatorin des "Komitees gegen die Haft ohne Kontakt zur Außenwelt von politischen Gefangenen". Nach ihrer Pensionierung arbeitete sie gemeinsam mit Klaus Jünschke weiter im Strafvollzug in der Justizvollzugsanstalt Köln.

Die beiden Schwestern führten schon immer einen widersprüchlichen Lebensstil, waren aber auch aufeinander angewiesen. Das wird im Film sehr deutlich dargestellt.“Die bleierne Zeit" oder Die deutschen Schwestern. Die deutschen Schwestern war der Originaltitel des Films, als er im November 1982 in Chicago beim International Film Festival uraufgeführt wurde. Der Film wurde in New York als "Marianne und Juliane".

Sie starb 2019 im Alter von 79 Jahren.[1]

Quellen