WikiDer > Kolloidchemie
Das Kolloidchemie ist ein Zweig der Chemie die sich mit dem Studium von kolloidal Partikel und kolloidale Systeme. Der schottische Chemiker des 19. Jahrhunderts Thomas Graham gilt als Begründer dieser Wissenschaft.
Thema und Bewerbung
In der Kolloidchemie neben der (chemischen) Herstellung von Kolloide untersuchten auch physikalische Prozesse in kolloidalen Gemischen, wie z braunes Uhrwerk, Adsorption, Lichtbrechung, Elektrophorese, Magnetismus, elektrische Leitung, Schnittstellenaktivität, Anziehung und Abstoßung. Diese Prozesse in der Mikrowelt bestimmen beispielsweise die sichtbaren Eigenschaften von Dispersionen, wie das Verlaufen und Absacken von Lacken oder die fühlbaren Eigenschaften von beispielsweise Beschichtungen oder die Wärmeleitung von technischer Keramik. Wie in Milch die kolloidalen Proteinkügelchen (Kasein) halten zusammen und schaffen Produkte wie Joghurt und Käse.
Wichtige Anwendungen von Kolloiden finden sich in der Herstellung von technischer Keramik, Informationsträgern (Bändern, Scheiben) und Katalysatorträgern. Die Nachfrage nach immer kleineren Partikeln steigt. Diese sind wichtig für Katalyse, aufgrund ihrer großen Oberfläche, aber auch beispielsweise zur Markierung von Proteinen mit ultrakleinen Goldpartikeln, wodurch die Proteine unter dem Elektronenmikroskop. Darüber hinaus besteht ein wachsendes Interesse an stäbchenförmigen Kolloiden, die Flüssigkristalle kann Formen.