WikiDer > Strangguss
A: Flüssigmetall. B: Erstarrtes Metall. C: Schnecke. D: Wassergekühlte Kupferplatten. E: Feuerfestes Material.
fortlaufendes Casting ist eine Methode, es flüssig zu machen Stahl das in a Stahlwerk produziert wird, bevor es einem Warmband zugeführt wirdWalzwerk. Das Verfahren wird auch für andere Metalle wie Kupfer und Aluminium verwendet.
Hintergrund
Traditionell wird der flüssige Stahl, der aus dem Ofen oder der Konverter, in gekühlte Formen gegossen, die sogenannten Jakobsmuscheln. Dadurch entstehen Stahlblöcke, die, Barren.
Diese Blockguss ist ein diskontinuierlicher Prozess. Probleme treten bei der Homogenität des Produkts auf. Das kostet zusätzliche Energie, weil die Barren wieder aufgeheizt werden müssen, bevor sie in der Warmbandstraße weiterverarbeitet werden können. Zudem ist ein kontinuierlicher Prozess schneller und besser kontrollierbar.
fortlaufendes Casting
Ab den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde daher eine neue Technologie entwickelt und im industriellen Maßstab angewendet. Das war Stranggusstechnik. Dies geschieht in a Stranggießmaschine. Der flüssige Stahl wird in Schöpfkellen gegossen, die ihren Inhalt durch ein Rohr in ein Becken, das sogenannte Verteilergetriebe. Oftmals werden zwei Pfannen abwechselnd befüllt und über einen Revolver, der als Puffer dient, abwechselnd über das Becken gestellt, um eine kontinuierliche Versorgung der Form zu gewährleisten. Die Form wird aus dem Becken gefüllt. Hierbei handelt es sich um eine wassergekühlte, rechteckige Kupferkokille ohne Boden, die vertikal angeordnet ist und eine Länge von ca. 90 cm hat. Diese Form kühlt die Haut. Der Kern ist dann noch flüssig, weshalb das die Form verlassende Material noch von Rollen gestützt werden muss. Die Form macht eine Schüttelbewegung, um ein Ankleben zu verhindern.
Nach dem Gießen wird der Strang in die Kühlkammer geführt, wo er mittels Wasserdüsen soweit abkühlt, dass auch sein Inneres vollständig erstarrt. Anschließend wird der Strang mit einer Schere oder einem Brenner in Scheiben geteilt. Die Scheiben sind 225 mm dick.
Weiterentwicklungen
Es gibt auch Stranggießmaschinen mit zwei Gießöffnungen, mit denen zwei Stangen parallel hergestellt werden können.
In der später entwickelten Dünngussmaschinen der gegossene Streifen beträgt etwa 70 mm. Die mit der Dünngussmaschine hergestellten Stäbe können bis zu einer Dicke von 1 mm warmgewalzt werden. Dies geschieht sofort, wenn das Band ausreichend abgekühlt ist. Der Schnitt erfolgt dann am Walzband (bei Geschwindigkeiten von 80 km/h).
Neben flachen Fremden, Fledermäuse werden im Stranggussverfahren gegossen. In diesem Fall gibt es mehrere Gießlöcher. Die Knüppel dienen als Vorprodukt für Stab- und Drahtwalzwerke.
Kette starten
Beim Hochfahren der Maschine wird ein sogenanntes Startkette. Dies ist im Wesentlichen eine Kette aus Gliedern, d. h. flexibler Pseudostrang, mit einem festen Ende, das genau in die Auslassöffnung der Form passt. Dieses Ende wird von unten in die Form geschoben, worauf der flüssige Stahl darauf gegossen wird. Anschließend wird die Kette nach unten gezogen und zieht den geschmolzenen Stahlstrang mit, der dann aus eigener Kraft weitertransportiert werden kann.
Externe Quellen
- Dieser Artikel verwendet die englischsprachige Wikipedia
- Geri van Krieken, Werkstoffkenntnisse für die Schweißpraxis, 2007.