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Cornelis Schellinger

Cornelis Schellinger (Amsterdam, 21. August1711Zeist, 26. Februar1778) war ein wohlhabender Eisenhändler und Patrizier aus Amsterdam.

Cornelis Schellinger wurde als Sohn von Rutger Schellinger und Maria van Laer geboren, die der mennonitischen Kirche 'Lam en Toren' angehörten Single Bei der KönigspleinCornelis heiratete Sophia Centen (Amsterdam, 11. Mai1717Zeist, 24. Januar1769). Er lebte dann verwaist in der HeringspackerSeine Eltern waren damals gestorben. Sofia lebte in ihrer Jugend auf dem HerengrachtIhre Eltern waren zum Zeitpunkt der Heirat bereits gestorben. Cornelis und Sofia lebten in einem Haus mit der späteren Adresse Singel 100. Sie hatten drei gemeinsame Kinder.

Herrnhütter

1746 zog er sich aus dem Geschäft zurück und verkaufte den Baumarkt, den er vermutlich geerbt hatte. Mit seinem Bruder Jacob Schellinger kam er in Kontakt mit Nicholas Louis, Graf von Zinzendorf. Auf seinem Gut Berthelsdorf in Sachsen war eine Flüchtlingskolonie entstanden Böhmen etabliert. Die Siedler gehörten der alten Bruderschaft an, basierend auf den Ideen von Johannes Hus. Die 'Brüderische Einheit' oder 'Mährische Brüder', auch 'Mährische Kirche“ wurde im Volksmund die „Herrnhütte“ (Hut des Herrn: Wächter des Herrn) genannt. [1] Auch in den Niederlanden hatte Zinzendorf Pläne, eine Kolonie zu gründen. Bruder Jacob kaufte Land in IJselstein, auf dem er zwischen 1737 und 1738 ein Haus und eine Siedlung baute 's Herendijk habe es bauen lassen. Das Haus sollte als vorübergehende Unterkunft für wandernde Missionare dienen. Als die Herrnhütter mit der reformierten Kirche in Konflikt gerieten, zum Beispiel keine Erlaubnis zur Gründung eines eigenen Friedhofs eingeholt wurde, wurde eine andere Unterkunft gesucht.

Schloss Zeist

Als Amsterdamer Patrizier konnte Cornelis an seine Liebe zum Broedergemeente anknüpfen, indem er als Hüter und Wohltäter auf seinem Land eine Kolonie gründete, in der neben der Gewissensfreiheit auch die Religionsfreiheit für protestantische Dissidenten bestand 1745 kaufte Cornelis van Wilhelm Adrian von Nassau es Schloss Zeist. Unterstützt wurde er dabei von Graf Nikolaus von Zinzendorf, dem Gründer der Brüderkirche. Zinzendorf erhielt einen Flügel der Slot Zeist. Auf den Wiesen vor dem Schloss wurden später die Häuser der Broedergemeente errichtet. Auf der einen Seite der Auffahrt zum Schloss wurde ein Broederhuis für unverheiratete Brüder errichtet, auf der anderen Seite das Schwestern- und Witwenhaus für die unverheirateten Schwestern und Witwen. [2] 1746 fand auf der Burg eine große Synode zur Einweihung der neuen Siedlung statt. Nach Fertigstellung des Schwesternhauses wurden die anderen Häuser von Mitgliedern der Gemeinde gebaut.[3] Schellinger lebte bis zu seinem Tod in einem großen Haus am Broederplein.

Herr von Driebergen

1745 erwarb Cornelis Schellinger auch die Freie und Hohe Herrlichkeit von Zeist und Driebergen, die er bis zu seinem Tode behielt. 1767 verkaufte er Slot Zeist und die Delicious-Rechte von Zeist an Maria Agnes, die Tochter des Grafen Nikolaus. Er selbst liebte die freie und hohe Herrlichkeit von Driebergendamit er sich immer noch Freelord nennen konnte. Seine Frau Sofia starb 1769 im Alter von 52 Jahren nach langer Krankheit. Fünf Jahre später starb sein einziger Sohn und Namensvetter im Alter von 22 Jahren Tuberkulose. Cornelis starb 1778 und wurde mit seiner Frau und seinem Sohn auf dem Friedhof der Brudergemeinde begraben, den er unentgeltlich übergab. Nach seinem Tod gingen die Rechte an seine beiden Töchter Sophie und Maria über, die zusammen Vrijvrouwen van Driebergen wurden. [4]

Im Driebergen ist eine nach ihm benannte Straße. [5]