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Dame in Weiß | ||||
| Künstler | Jan Toorop | |||
| Jahr | 1886 | |||
| Technik | Öl auf Leinwand | |||
| Maße | 100 × 74 cm | |||
| Museum | Städtisches Museum | |||
| Ort | Amsterdam | |||
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Dame in Weiß, auch betitelt beim Frühstück, ist ein Gemälde von der Niederländisch Maler Jan Toorop, gemalt 1886, Öl auf Leinwand, 100 x 74 Zentimeter. Toorop porträtiert seine Frau Annie Hall beim Frühstück, in einem By James McNeill Whistler beeinflussten Stil. Das Werk befindet sich jetzt in der Sammlung der Städtisches Museum zu Amsterdam.
Kontext
1884 machte Toorop aus seiner damaligen Heimatstadt home Brüssel eine Reise nach Londonzusammen mit seinem freund Emile Verhaeren und Kunstkritiker Georges Destree. Ende 1885 ging er noch einmal für einige Monate nach England, auf dem Anwesen der Eltern von Annie Hall (1860-1929). Annie Hall war eine gebrechliche Engländerin, die er in Brüssel kennengelernt hatte, als sie dort Musik studierte. 1886 würde er sie heiraten. Während seiner Aufenthalte in England war Toorop sehr beeindruckt von der Arbeit von James McNeill Whistler, dessen Werk er bereits 1884 während einer Ausstellung in Les Vingt kennengelernt hatte. Zur Vorstellung von Lourens Alma Tadema er besuchte auch Whistlers Studio in London. Whistlers Arbeit sollte für Toorop in der Zeit von 1884 bis 1887 eine große Inspirationsquelle sein. Dieser Einfluss ist vielleicht am sichtbarsten im Porträt Dame in Weiß ab 1886.
Bild
Toorop porträtiert seine zukünftige Frau Annie Hall hier kurz nach ihrer Heirat im Jahr 1886 in ihrem Haus in der Prins Hendrikstraat in Den Haag. Sie ist in einem langen weißen, hochgeschlossenen Kleid dargestellt, das an einem Frühstückstisch mit einer knallweißen Tischdecke sitzt, die in ihr Kleid zu fließen scheint. Das strahlende Weiß des Kleides und der Tischdecke kontrastiert stark mit dem ansonsten fast komplett dunklen Hintergrund. Akzente setzen das Teeservice auf dem Tisch und ein Glas Rotwein, dessen ovaler Kreis sich in der Teetasse wiederholt. Dahinter ist etwas Grün in einer Vase. Von vorne links kommt ein starkes Licht, das auch die Rückenlehne ihres Stuhls erhellt.
Die Szenerie strahlt eine große, fast heitere Ruhe aus, die sich deutlich von der Lebendigkeit unterscheidet, die die französischen Impressionisten damals oft in ihre Bilder steckten. In einem Brief an Annie Hall aus dieser Zeit weist Toorop auch darauf hin, dass er mit der französischen impressionistischen Malweise nicht sehr gut zurechtkommt: Er findet sie zu laut, zu oberflächlich in ihrer Wahrnehmung und er bezweifelt, "ob ein paar Pinselstriche etwas bewirken können". Bewegung, Person oder Landschaft. lässt sich ebenso prägnant wie bei genauerer Überlegung charakterisieren." Toorop schenkte der psychischen Verfassung seiner Modelle deutlich mehr Aufmerksamkeit, die er oft in Gedanken versunken porträtiert.
Der Einfluss von James McNeill Whistler auf dieses Porträt von Annie Hall spiegelt sich in der vorherrschenden Verwendung eines hell erleuchteten Weiß in Annies Kleid und Taft wider. Auch die Anwesenheit der ästhetiker Schönheitsideal ist klar erkennbar. Toorop fertigte zwischen 1884 und 1887 mehrere Porträts von Annie Hall im gleichen Stil an, die unverkennbar Erinnerungen an die "Symphonien" wecken, die Whistler damals machte, insbesondere an Das weiße Mädchen. Hier wurde diskutiert Dame in Weiß von Ende 1886 ist das typischste Beispiel dafür. Vorbildlich ist auch seine Annie Hall mit Milchkännchen, das er kurz zuvor in nahezu identischer Komposition malte, jedoch mit noch stärkerer Dominanz des Weiß, das dort im Hintergrund mit einem Spachtel fortgeführt wird. Die Atmosphäre ist immer verträumt und melancholisch.
Toorop vorgeschlagen Dame in Weiß 1887 Ausstellung mit Künstlergruppe Lektion XX in Brüssel, wohin er oft reiste. Am Ende sollte er sich vor allem als Symbolist einen Namen machen. In den letzten Jahrzehnten wurde jedoch in Publikationen und Ausstellungen den Qualitäten seines Frühwerks zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt. Dame in Weiß wurde im Jahr 2000 auf einer großen Whistler-Ausstellung ausgestellt, die von der Königliche Akademie der Künste in London.
Literatur und Quellen
- M. van Heteren, G. Jansen, R. de Leeuw: Poesie der Wirklichkeit; Niederländische Maler des neunzehnten Jahrhunderts. Rijksmuseum Amsterdam, Waanders Publishers, S. 150-151, 2000. ISBN 90-400-9419-5
- J. House, M. Stevens: Post-Impressionismus. Gegenströmungen in der europäischen Malerei. Königliche Akademie, London, 1979-1980. ISBN 0-297-77713-0